Das geht unter die Haut
Auf der Tattoo-Convention im Gleisdorfer Forum Kloster trifft sich dieses Wochenende alles, was in der Tattooszene Rang und Namen hat.

Foto © Katharina Zimmermann
Nein, das unangenehme Geräusch stammt diesmal ausnahmsweise einmal nicht vom Bohrer des Zahnarztes. Das dumpfe, Angst einflößende Vibrieren kommt von den zahllosen Nadeln der Tätowierer, die seit Freitagnachmittag unablässlich in Betrieb sind.
Masseur an Board.
"Es gibt sogar einen eigenen Masseur für die überstrapazierten Tätowierer", erklärt Mario Posch, Mitarbeiter des Studios "Mystery Touch Tattoo", stolz. Die Besucher wimmeln mittlerweile nur so durch die Gänge und Säle des Forums um ja nichts zu verpassen.
Sprachengewirr.
Italienische, spanische, englische, holländische und deutsche Wortfetzen hängen in der Luft. Die internationale Tattooszene ist zu Gast in Gleisdorf.
Eine Menschentraube bildet sich am Stand von Olli Niehoff, es riecht nach Desinfektionsmittel. Ein junger Mann mit strahlend rotem T-Shirt wird soeben aufs Stechen vorbereitet. Er grinst von einem Ohr zum anderen, aber wer genauer hinsieht, bemerkt die kleinen Angstschweißperlen auf seiner Stirn.
Angst?
"Du kannst auch noch gehen, wenn du Angst hast", grinst Niehoff. Der junge Mann reagiert nicht. Sofort wirkt das Grinsen wie eine Maske, die sich auch nach dem ersten, zweiten und dritten Stich des Tattoomeisters nicht mehr verändert. Aus den Boxen der ehrwürdigen Halle des Forum Klosters in Gleisdorf krächzen Countrysänger.
Features
Fotoserie
Berühmtheiten
Im Foyer sitzt Herbert Hoffmann, der älteste noch lebende Tätowierer. Er gibt seelenruhig Autogramm nach Autogramm. Genauso seelenruhig spaziert auch der Star des Tages, Alf Poier, durch den Eingang. Er präsentiert hier am Samstag seine neue DVD.









