Gewitzte Lokalbetreiber: Wer nicht aufisst, muss zahlen
Im Feldbacher Restaurant Yang essen Gäste so viel sie wollen zum Einheitspreis. Wer Essen aufschaufelt und es dann übrig lässt, zahlt drauf.

Foto © APAWer nicht aufisst, muss zahlen
Iss auf, oder es gibt morgen schlechtes Wetter", sagt die Mutter zum Kind und erhebt den Zeigefinger. Das Feldbacher China-Restaurant Yang interpretiert die bekannte Mahnung der Eltern anders: "Iss auf, oder zahl zwei Euro Strafe."
Aufessen ist Pflicht.
Wochentags können Gäste im Restaurant Yang essen, soviel sie wollen und zahlen dafür einen Einheitspreis. Einzige Bedingung: Weg muss, was auf den Teller kommt. Sonst kostet das Mittagsbuffet zwei Euro mehr. So steht es in der Speisekarte, so steht es am Buffet. "Wenn woanders auf der Welt Leute hungern und wir das Essen wegschmeißen müssen, dann ist das schade und ungerecht", meint Ifan Hua Yang, die das Restaurant managt.
Berge von Speiseresten.
Die Konsequenz gewöhnlicher "Iss soviel du willst"-Angebote sind Berge von Speiseresten. Als sich Familie Yang für ein Mittagsbuffet entschied, wollte sie da gegensteuern. Aus dem herkömmlichen Angebot wurde ein "Iss soviel du willst, aber nimm nicht mehr". Natürlich steckt dahinter auch Eigennutzen. Wenn die Gäste am Essen sparen, spart das Restaurant am Einkauf und an der teuren Entsorgung der Speisereste. Die Gäste sind bisher einsichtig und im Falle bereit, die zwei Euro Mehrkosten zu zahlen. "Es kommt immer gutes Feedback", so Yang. Noch nie habe sich jemand darüber beschwert. Im Gegenteil: Man habe die Gäste erziehen können: Sie holen sich nun kleinere Portionen vom Buffet, gehen dafür öfter.










