Gegner der Verbrennungsanlage erringen Etappensieg
Klärschlammverbrennungsanlage auf dem Grund der Diözese Graz-Seckau in Großwilfersdorf: UVS hebt Genehmigung der BH Fürstenfeld auf.
Der Unabhängige Verwaltungssenat (UVS) für die Steiermark hat die positive Entscheidung der Bezirkshauptmannschaft Fürstenfeld betreffend den Bau einer Klärschlammverbrennungsanlage auf dem Grund der Diözese Graz-Seckau in Großwilfersdorf (Bezirk Fürstenfeld) aufgehoben. Die oststeirische Bürgerinitiative "Stink" ("Steirische Initiative Nein zur Klärschlammverbrennung") hat somit einen ersten Etappensieg erzielt, wie Johann Raunikar, Sprecher der Initiative, am Donnerstag mitteilte.
Genehmigung. Durch die Aufhebung der Genehmigung der BH Fürstenfeld sei ab jetzt Landeshauptmann Franz Voves (S) für den Akt zuständig, so Raunikar. Dies ändere auch die Sachlage für die Diözese Graz-Seckau, da nun feststehe, dass es sich eindeutig um eine "Beseitigungsanlage" und nicht um eine "Bioheizanlage" handle. Die Diözese Graz-Seckau, die mit den Projektanten einen Pachtvertrag abgeschlossen hat, strebt eine Lösung möglichst ohne Schadenersatzklage an. "Gegenwärtig wird nach einem Ausweg gesucht. Eine Entscheidung soll es Mitte August geben", so Günther Liebminger von der Pressestelle der Diözese Graz-Seckau.
Bürgerinitiative. Vor einigen Tagen hat die inzwischen von 1.000 Unterzeichnern getragene Bürgerinitiative - wie angekündigt - einen Brief an Papst Benedikt XVI. geschrieben und ihn um Unterstützung gebeten. Als oberster Vermögensverwalter der Kirche verfüge er über die Möglichkeit, das weitere Vorgehen der Diözese Graz-Seckau zu beeinflussen, erklärte Raunikar.










