Helden unter der Sonne
Arbeiter unter freiem Himmel werken, wenn sogar das Thermometer Siesta macht. Wie sich die Sommerhelden gegen die Sonne wappnen.

Foto © APAEs gibt verschiedene Alternativen seinen Arbeitsplatz kühl zu halten
Die Sonne heizt von oben, der Asphalt von unten: Die Vermessungstechniker der Firma Prietl, die in diesen Tagen auf Feldbachs Straßen werken, sind nicht zu beneiden. "Man gewöhnt sich an alles", meint Brigitta Langwieser. Ihre Kollegen Michael und Heinz Prietl beschwichtigen: "Wir sind gerne draußen - und bei Regen drinnen." Die Sonne gehört zum Beruf, wie das Mineralwasser zur Ausrüstung. Zu der zählen neben Vermessungsgerät und Warnweste auch Sonnenbrille, Kappe und Sonnencreme. "Ohne Einschmieren geht jetzt natürlich nichts. Das sagt der Hausverstand", so Langwieser.
Strohhut gegen Hitze. Fürstenfelds Bademeister Helmut Wagner brät berufsbedingt unter der Sonne. "Wir sind natürlich die meiste Zeit der Hitze ausgesetzt, aber wir sind froh, dass es heiß ist." Schließlich begünstigt die Hitze sein Geschäft. Wenn es heiß ist, heißt es für ihn: Sehr viel trinken, kleine Pausen einlegen, Strohhut aufsetzen. Dreht er seine Runden, so watet er durchs Kinderbecken, damit die Füße nass werden - ein erfrischendes Privileg der Bademeister.
Traubenkorrektur. Weinbäuerin Helga Höber aus St. Anna nimmt derzeit die so genannte Traubenkorrektur vor. Sechs Stunden ist sie dabei der Sonne ausgeliefert. Vor Jahren erlitt sie einen Sonnenstich, seitdem ist Kopfbedeckung für sie Pflicht. Ihre Hitzetaktik: Sie teilt sich die Arbeitszeit nach der Außentemperatur ein: "Ich geh' in der Früh und am späten Nachmittag in den Weingarten. In der ärgsten Hitze geh' ich nicht raus."









