Fahrstunden im E-Auto
Elektromobilität liegt bei den umweltbewussten Kirchbachern im Trend.

Foto © PACHERNEGG Die Gemeinde Kirchbach setzt auf Elektroautos, Elektrofahrräder und eine eigene Stromtankstelle
Die Marktgemeinde Kirchbach setzt auf Elektromobilität. "Unsere Stromtankstelle ist im Mai 2012 in Betrieb genommen worden. Nun hat auch die Fahrschule Kirchbach die Chance genützt und ein Elektroauto in den Fuhrpark aufgenommen", erklärt Josef Schuchlenz, Themenbeauftragter der Gemeinde Kirchbach. Der gesamte Elektrostrom der Gemeinde wird aus umweltfreundlichem Vulkanlandstrom bezogen.
Nach der Errichtung der Stromtankstelle hinter dem Gebäude KB 5 gab es zahlreiche Anschaffungen von E-Fahrzeugen. "Mir sind 20 Elektrofahrradbesitzer bekannt. Zwei Elektroroller und ein Elektromoped werden ebenfalls von Gemeindemitgliedern benützt", erzählt Schuchlenz. Das erste Elektroauto, ein Opel Ampera, wird derzeit für Perfektionsfahrten der Fahrschule genützt. "Die Fahrschüler können sich aussuchen, ob sie die Fahrt mit dem Elektroauto absolvieren möchten. Ich möchte die Möglichkeit nutzen, den Jugendlichen die Zukunft zu zeigen", erklärt Fahrschulinhaber Johann Matzer. Die Fahrschule sei eine Schnittstelle zur Jugend. "Das dynamische Fahrgefühl des Ampera und die Kraft beim Anfahren haben bereits bei einigen Fahrschülern zum Umdenken geführt", lässt Matzer wissen.
Der Landtagsabgeordnete Josef Ober sieht die Entwicklung hin zum Elektrofahrzeug positiv: "Die Gemeinde hat Vorbildfunktion. Die Elektromobilität wird in den nächsten Jahren mit Sicherheit zunehmen." Einziges Problem seien derzeit die vielerorts noch fehlenden Stromtankstellen. "Bis Mai 2013 kann man an der Kirchbacher Stromtankstelle gratis tanken", so Tankstellenumsetzer Florian Lugitsch.
Neue Projekte
Die umweltbewusste Gemeinde hat sich weitere Ziele gesetzt. Schuchlenz erläutert: "Wir wollen einen E-Bike-Verleih ins Leben rufen und auch ein Energieweg ist geplant." Auch gegen Stand-by-Geräte soll in nächster Zeit vorgegangen werden. "Jeder Haushalt verschwendet durch das Stand-by-Schalten von Geräten 50 bis 100 Euro im Jahr."











