Südstadt-Aus bedeutet für Eibl das Karriere-Ende
Der Vertrag von Michael Eibl im Leistungszentrum Südstadt wird nicht verlängert. Also konzentriert er sich auf die Schule.
TENNIS. Das österreichische Tennis hat wieder einen internationalen Hoffnungsträger weniger. Wenige Tage nachdem ÖTV-Sportdirektor Clemens Trimmel bekannt gegeben hat, dass der Oststeirer Michael Eibl ab 1. September nicht mehr im Leistungszentrum Südstadt trainieren kann, gab Eibl bekannt, seine internationale Laufbahn beenden zu müssen. "Ich habe nicht das Geld, mir privat einen Trainer zu leisten, mit dem ich auf diesem Niveau arbeiten kann. Daher werde ich mich auf die Schule konzentrieren", erzählt der Hatzendorfer nicht ohne Wehmut.
Zwei Jahre hat er im Oberstufen-Gymnasium Maria Enzersdorf noch zu absolvieren, danach will er vielleicht studieren. Ganz aufhören wird Eibl mit dem Tennis freilich nicht, bei ÖTV-Turnieren oder in der Bundesliga für Gleisdorf wird man ihn weiterhin sehen. "Die teuren internationalen Turniere werde ich aber nicht mehr spielen", sagt der 18-Jährige.
Späte Aussprache
Doch wie ist das Ende genau abgelaufen? Vor einem Jahr wurde Eibl von Trimmel das Saisonziel Top 700 vorgegeben. Da war er die Nummer 1301 der Weltrangliste und damit der beste Österreicher seines Jahrgangs vor einem gewissen Dominic Thiem, der als größter Hoffnungsträger des Landes gilt und derzeit auf Rang 443 der Weltrangliste liegt. Wegen seiner Verletzung hatte Eibl einen verspäteten Saisonstart. Als sich die Ergebnisse nicht eingestellt haben, wurde langsam klar, dass es eng werden könnte. "Trimmel hat einmal mit meinem Vater geredet. Mir persönlich hat er es erst am Montag gesagt", sagt Eibl.
Einen Tag nach der offiziellen Bekanntgabe. "Das war ein bitterer Tag für mich. Aber ich habe mir über den Sommer schon Gedanken über den Plan B gemacht. Natürlich hätte ich mir mehr Zeit gewünscht. Aber jetzt hat eben die Schule Vorrang", schließt Eibl ein Kapital ab. RAIMUND HEIGL
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