Insekten im Bad und Blut im Geisterhaus
Drei Dutzend Kinder haben beim Helfifest in Feldbach auf spielerische Weise gelernt, worauf es bei Notfällen, Erster Hilfe und Unfallverhütung ankommt. Sie durften dabei auch selber Hand anlegen.
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Gelb und dann Blau blinkende Lichter ziehen die Aufmerksamkeit der Kinder in der Garage der Bezirksstelle des Roten Kreuzes Feldbach auf sich. Aber das ist nicht alles. "Wir haben auch ein Folgetonhorn", erläutert Dominik Eicher. Die Hände der Kinder gehen an die Ohren - da braucht es die Warnung Eichers (fast) gar nicht. Nach der akustisch durchdringenden Einlage gibt es ein paar Runden im Tragsessel um das Rettungsauto. Timo ist der Erste. Eicher und seine Kollegen schleppen. "Den Kindern die Angst vor dem Krankenwagen zu nehmen, zu zeigen, worauf es ankommt und was gemacht wird", so beschreibt Bezirksrettungskommandant Josef Schaffler den pädagogischen Hintergrund dieser Station. Eine von insgesamt sechs beim Helfifest im Rahmen des KleReFe Ferien(s)passes, das Kindern Erste Hilfe und Unfallverhütung spielerisch nahebringen will.
Im ersten Stock ist die Notrufzentrale. Bilder mit den Notrufnummern werden bemalt: Bei der 122 sind die Zweier zwei Schläuche, bei der 133 die beiden Dreier mit einer Kette verbunden und bei der 144 stehen hinter den Vierern rote Kreuze. Martin setzt dann auch noch perfekt den simulierten Notruf: Dass sein Bruder Stefan mit dem Fahrrad gestürzt ist, am Kopf blutet und das in Mühldorf - natürlich mit genauer Adresse - passiert ist. Wer - was - wo. "Perfekt", lobt Sanitäter Alfred Trummer.
Keine Angst
Ob jemand ganz leicht schreckhaft sei, will Andrea wissen. Christian, Karoline und die anderen schütteln energisch den Kopf. Ab geht's ins Geisterhaus. Da ist es finster und wird blutig. Zumindest in der Geschichte, die Steffi Koppitz vorliest. Ein Mädchen tritt sich in einem alten Haus eine Glasscherbe ein. In die Geschichte ist alles verpackt, was zu tun ist und gebraucht wird: von den Handschuhen, die man unbedingt anziehen muss, über die keimfreie Wundauflage bis zum Dreiecktuch für den Druckverband. Dann hört man das Klirren von Glas und Wehklagen, Opfer Kerstin mit Wunde am Unterarm kommt hinter dem schwarzen Vorhang hervor. Die Kinder dürfen Hand anlegen und anwenden, was gerade gehört haben.
Eine Station weiter wird Corina wegen eines Insektenstichs an der Lippe versorgt. Von Eiswürfeln hatte sie trotz Hitze genug. Aber es ist ja die letzte Gruppe.
Features
FAKTEN
Organisiert von Josef Schaffler, Anna Brucker (ÖJRK-Bezirksleiterin).
Ab zehn Jahren können sich Kinder bei der Bezirksstelle für die Rotkreuz-Jugend melden.











