Murecker Schiffsmühle schlug Leck und sank
Zum mittlerweile vierten Mal innerhalb von zehn Jahren ist am Sonntag die Murecker Schiffsmühle in den Fluten der Mur versunken. Als die Helfer eintrafen, war die Mühle nicht mehr zu retten. Millionenhoher Schaden wird befürchtet.

Foto © FRANZ KONRAD/PRESSEDIENST BFVRASchaden in Millionenhöhe ist zu befürchten
In den Morgenstunden dürfte Treibgut im Hochwasser des Flusses das Beischiff getroffen und ein Leck geschlagen haben. Innerhalb von nur 20 Minuten ging es unter und zog das Hauptschiff in Schieflage, sodass dieses ebenfalls bis zum Dach unter Wasser stand, berichtete Paul Maier von der Freiwilligen Feuerwehr Mureck im Gespräch mit der APA. Schon 2002 und zweimal im Jahr 2006 war die Touristenattraktion in der Südsteiermark gesunken.
Die Feuerwehr sei laut Maier am Vormittag alarmiert worden, als bereits 30 Zentimeter Wasser im Beischiff standen. Als die Helfer eintrafen, war die Mühle nicht mehr zu retten. "Es war zu gefährlich sie überhaupt noch zu betreten", erklärte der Feuerwehrmann. Weggeschwemmt kann das Gebäude zwar nicht werden, da es mit Stahlseilen gesichert ist, doch Schaden in Millionenhöhe sei zu befürchten.
Die 1997 vom Stapel gelaufene Schiffsmühle - ein originalgetreuer Nachbau eines bis 1945 an der unteren Mur weit verbreitet Mühlentypus - hatte Biogetreide vermahlen. Sie war im August 2002 schon einmal von einem Baumstamm getroffen worden und ist danach gesunken. Im Jänner 2006 waren Planken gebrochen und im April 2006 dürfte ebenfalls Treibgut einen Wasserstau verursacht haben. Damals versank die Mühle zum dritten Mal. Sie wurde bisher immer wieder neu aufgebaut.











