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    Zuletzt aktualisiert: 10.07.2012 um 21:50 UhrKommentare

    Warum das Wetter heuer verrücktspielt

    Hitze und Unwetter setzen den Steirern heuer schwer zu. Acht Fragen und Antworten zum ungewöhnlichen Wetter, zusammengestellt von Günter Pilch.

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    Seit Wochen herrscht drückende Hitze, regelmäßig richten Unwetter schwere Schäden an. Kann man da noch von gewöhnlichen Wetterschwankungen sprechen?

    ANTWORT: Meteorologen sprechen in Bezug auf Hitze und Unwetter von außergewöhnlichen Bedingungen. Laut Zamg gab es in Graz heuer bereits 15 Hitzetage mit mehr als 30 Grad, in Bad Radkersburg 17, in Aigen 8, in Zeltweg 7. Im Schnitt sind es um diese Jahreszeit in Graz und Bad Radkersburg zwei Hitzetage, in Aigen und Zeltweg ist es nur je einer.

    Wann gab es in der Steiermark das letzte Mal so extreme Bedingungen?

    ANTWORT: Eine ähnliche Hitzephase hat es vor neun Jahren gegeben. Damals hielt Graz um diese Zeit bei 16 Hitzetagen. Besonders heftige Unwetter gingen zuletzt im Sommer 2009 nieder.

    Was ist der Grund dafür, dass Hitze und Unwetter in den vergangenen Wochen in der Steiermark dermaßen drastisch ausgefallen sind?

    ANTWORT: Grundsätzlich gilt: Je heißer es ist, desto mehr Energie steht für Gewitter zur Verfügung. In den vergangenen Tagen kam hinzu, dass Österreich Luftströmungen aus dem Mittelmeerraum abbekommen hat. Dort ist das Wasser heuer um mehrere Grad wärmer als üblich, verdunstet also noch stärker. Diese Luftmassen begünstigen die Bildung kraftvoller Gewitterzellen.

    Wird es solche Effekte durch den Klimawandel künftig öfter geben?

    ANTWORT: Einzelne Wetterereignisse lassen sich zwar nicht pauschal mit der Erderwärmung erklären - dafür ist unser Klimasystem mit all seinen Einflussfaktoren zu komplex. Da es global aber bewiesenermaßen wärmer wird, wird auch die Temperatur des Mittelmeeres weiter steigen. Das bedeutet, dass Europa in Hinkunft öfter von feucht-warmen Luftmassen heimgesucht werden dürfte, die sich in Form von schweren Unwettern entladen. Dermaßen drastische Bedingungen wie derzeit sind aber noch die Ausnahme.

    Warum treffen die Unwetter so oft die Weststeiermark?

    ANTWORT: Dass einzelne weststeirische Orte in den vergangenen Wochen gleich dreimal von Starkregen und Hagel heimgesucht wurden, ist zum einen Teil dem Gesetz der Serie - also dem Zufall - geschuldet. Andererseits ist das Steirische Randgebirge - und speziell der Raum zwischen Deutschlandsberg und Voitsberg - laut Steirischem Klimaatlas das gewitterträchtigste Gebiet des Landes. Dort gibt es im Schnitt 27 Gewittertage im Jahr, die Starkniederschläge fallen häufig noch kräftiger aus als im Rest der Steiermark.

    Der Hagel hat heuer in der Steiermark schon besonders große Schäden angerichtet. Warum fällt der Hagel derzeit so intensiv und in so großen Schloßen?

    ANTWORT: Auch das hängt mit der warmen Mittelmeerluft zusammen, die bislang über Österreich dominiert hat. "Durch die Feuchtigkeit und die enorme Hitze haben sich die Wolken in den vergangenen Tagen viel höher aufgetürmt als gewöhnlich", sagt Albert Sudy, Meteorologe bei der Zamg. "Diese Wolkentürme sind zum Teil sogar über die Troposphäre hinausgewachsen, also über den Bereich, in dem sich normalerweise das Wetter abspielt." In der Fachsprache nennt man diese Wolkenspitzen "overshooting tops". In den langen Wolkenschläuchen mit ihren enormen Temperaturunterschieden zwischen Unterseite und Spitze kann sich der Hagel besser und vor allem größer ausbilden. "Die Hagelkörner werden innerhalb der Wolke über Kilometer nach oben gesogen, wachsen dabei immer stärker an", erläutert Sudy. "Weil die Wolken so hoch sind, bekommen die Körner auf ihrem langen Weg oft Golfballgröße, bevor sie dann zu Boden fallen."

    War das bisherige Jahr 2012 gewitterträchtiger als andere?

    ANTWORT: Es liegt jedenfalls oberhalb des Durchschnitts. Laut den Aufzeichnungen des Blitzortungssystem Aldis gab es heuer in der Steiermark bereits etwas mehr als 29.000 Blitzentladungen. Das ist deutlich mehr als im Vergleichszeitraum 2011 (17.800 Blitze) und 2010 (16.700). Von einem Blitzrekord ist das heurige Jahr aber dennoch weit entfernt. Den halten (für die Zeitspanne 1. Jänner bis 9. Juli) die gewitterträchtigen Jahre 2005 und 2009 - mit jeweils mehr als 40.000 Blitzentladungen in der Steiermark.

    Wie geht es mit dem Wetter in den nächsten Tagen weiter?

    ANTWORT: Im Norden des Landes ist es bereits deutlich kühler. Der Süden erreicht heute abermals Spitzenwerte von mehr als 30 Grad Celsius. "In der zweiten Tageshälfte sind wieder heftige Gewitter zu erwarten. Es besteht Unwettergefahr", sagt Sudy. Stabiler wird das Wetter ab Donnerstag. Da kühlt es auch im Süden auf Höchstwerte von nur noch 25 Grad ab. Beim Land hat man den seit Tagen aufrechten Hitzealarm für die Steiermark bereits wieder aufgehoben. Für das Wochenende kündigt sich reichlich Regen an.


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