Ausbildungszentrum für Hunde ist insolvent
"Hundeflüsterer" Josef Niederl musste Insolvenz anmelden. Passiva betragen 267.000 Euro, Betrieb soll allerdings weitergeführt werden.

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Der Industrielle Hannes Androsch ließ bei ihm seinen Rüden "James" ausbilden, Society-Lady Naddel ihre Hündin "Gina", Ski-Star Renate Götschl ihren "Beny", sogar einem Schäfer namens Groll aus Kasachstan brachte Josef Niederl Manieren bei. Am Freitag musste der selbst ernannte "Hundeflüsterer", der in Helfbrunn bei Gosdorf seit bald zehn Jahren ein Ausbildungszentrum für Hunde betreibt, allerdings Insolvenz anmelden.
Die Aktiva betragen laut Kreditschutzverband 1870 rund 120.000 Euro, dem stehen Passiva von etwa 267.000 Euro gegenüber. 152.000 Euro davon sind Schulden bei der Bank, hinzu kommen rund 20 weitere Gläubiger. Insolvenzverwalter ist der Leibnitzer Rechtsanwalt Gerhard Petrowitsch. Die Gründe für die finanzielle Misere: "Es hat in den letzten Monaten einen Einbruch beim Umsatz gegeben", erklärt Geschäftsführer Josef Niederl. In den besten Zeiten hätte man 20 bis 25 Hunde pro Woche ausgebildet, zuletzt seien es allerdings nur noch 20 bis 30 im Monat gewesen.
Im ersten Quartal des Jahres soll das Ergebnis noch ausgeglichen gewesen sein, in den letzten beiden Monaten sei die Auftragslage allerdings markant gesunken. Auch die Junitage zeigten keine Trendwende, die Gesellschaft wurde zahlungsunfähig. Betroffen davon sind sieben Angestellte. Niederl erklärt aber, den Betrieb fortführen zu wollen. Ein Geldgeber werde gesucht. Das 26 Hektar große Areal soll verwertet werden.
Einer der Investoren war auch Werner Gröbl. Der frühere Möbelhändler hatte sich als einer von vier Gesellschaftern an dem Unternehmen beteiligt. "Josef Niederl ist sicher ein tüchtiger Bursch. Anscheinend ist das Konzept aber nicht aufgegangen", so Gröbl, der vor Jahren einen Hund bei Niederl gekauft hatte. Übrigens: Sechs bereits ausgebildete Hunde sollen im Rahmen des Verfahrens veräußert werden.










