Mit Stimmen und Bläsern
"Soul Gift" heißt die elfte CD (echo-ZYX) des Grazer Organisten Raphael Wressnig.
Ihre neue CD "Soul Gift" identifizieren wir als ein Konzeptalbum Richtung Roots-Musik.
RAPHAEL WRESSNIG: Genau. Eigentlich ist es als Nachfolge-Album zu "Don't Be Afraid To Groove" gedacht, das ich ja auch mit dem US-Gitarristen Alex Schultz gemacht habe, wo wir Titel aus dem Modern American Songbook mit eigenem Material verbunden haben. Diesmal geht's noch mehr in Richtung Soul und R&B.
Ist das Ihre erste Aufnahme mit Sängern?
WRESSNIG: Ja, das war für dieses Konzept eine logische Schlussfolgerung. Mit Deitra Farr habe ich über Jahre zusammengearbeitet. Und Tad Robinson ist ein enger Freund von Alex Schultz aus Jugendtagen in New York.
Sogar ein Hauch von Gospel weht jetzt durch Ihr Album.
WRESSNIG: Das ist für mich nicht unbedingt neu. Der spirituelle Background betrifft mich natürlich, aber nicht in dem Maß, wie er in den Staaten gespielt und gelebt wird. Und jetzt habe ich für diese Soul- und Blues-Platte eben etwas gefunden, wo man diese Musik einfließen lassen kann, ohne dass man auf "Jesus, Jesus" macht.
Mit elf eigenen CDs in knapp zehn Jahren und weiteren vier mit Oliver Mally haben Sie einen Riesen-Output. Ist das sinnvoll?
WRESSNIG: Von der wirtschaftlichen Seite muss man sagen, wenn man alle drei Jahre etwas macht, reicht's auch. Auf der kreativen Seite sind so viele Ideen da und ist die Lust so groß, dass diese nach einer künstlerischen Dokumentation schreien.
Wressnig live: Samstag, 20 Uhr: Bluegarage, Frauental (Tel. 0664 3072 695); 3. Mai: KulturHausKeller Straden.











