Mehr Förderung über die Kleinregion
In Mühldorf hat der Bau des von der Stadt Feldbach heftig kritisierten Kindergartens begonnen. Bürgermeister Schuh will mehr Fördermittel dafür lockermachen.

Foto © SteinerMühldorfer Gemeindevorstand - Neuhold, Schuh, Rauch - mit Architekt Meier (r.) und Baumeister Vollmann (2.v.l.)
In Mühldorf - hart an der Feldbacher Stadtgrenze - haben gestern die Bauarbeiten für den Kindergarten begonnen. Anfang September soll der eingeschossige Bau für zwei Kindergartengruppen - eine ganztags, eine halbtags - bezugsfertig sein. "Wir haben 54 Anmeldungen und können nur 50 Kinder nehmen", so Bürgermeister Anton Schuh beim Spatenstich. Objekt und Grundstück sind im Besitz der Gemeinde, Betreiber wird Wiki sein - bereits für die Kinderkrippe im Gebäude gleich daneben zuständig. Mit der zuständigen Stelle des Landes sei fixiert, dass der Klosterkindergarten in Feldbach künftig dreigruppig sein werde, so Schuh. Aus Feldbach gibt es, wie mehrfach berichtet, Widerstand gegen den Bau, weil er eine Gefahr für Arbeitsplätze im Klosterkindergarten sei und gegen Grundsätze kleinregionaler Zusammenarbeit verstoße.
Bürgermeister Kurt Deutschmann will den Baustart nicht kommentieren: "Es gibt noch einen Verhandlungstermin am 16. Mai mit der zuständigen Abteilung." Für Schuh handelt es sich dabei nur mehr um einen Formalakt.
630.000 Euro netto wird der Bau kosten. Die Kostendeckung ist für Schuh gegeben: "Wenn wir im Kloster geblieben wären, hätte uns das um 30.000 Euro mehr pro Jahr gekostet." Die 20 Prozent Förderung des Landes will Schuh um weitere zehn Prozent aufstocken, die es für kleinregionale Projekte gibt: "Es sind ja Kinder aus mehreren Gemeinden dabei: Mühldorf, Leitersdorf, Raabau, Kornberg. Ich werde einen Antrag an den Obmann der Kleinregion stellen." Das ist Deutschmann. Für den Beschluss im Gremium genügt die Mehrheit, die Schuh sicher ist.
Leiterin im Mühldorfer Kindergarten wird Klara Hefler - derzeit noch in dieser Funktion im Klosterkindergarten tätig.










