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    Zuletzt aktualisiert: 23.02.2012 um 21:47 UhrKommentare

    Angst vor 9000 Hühnern

    Anrainer eines geplanten Mega-Hühnerstalls mitten in Fladnitz/Raabtal fürchten um Lebensqualität und Gesundheit. Der Projektwerber und die Gemeinde berufen sich auf die aktuelle Gesetzeslage.

    Auf diesem Gelände mitten im Ortsgebiet von Fladnitz soll der Stall gebaut werden

    Foto © TrummerAuf diesem Gelände mitten im Ortsgebiet von Fladnitz soll der Stall gebaut werden

    Vorgestellt wurde das Vorhaben des Landwirts Georg Cepin bereits vor eineinhalb Jahren. Er möchte im Rahmen seiner Landwirtschaft einen Hühnerstall für 9000 Legehennen (12 mal 65 Meter) errichten. Seit damals gehen in der Nachbarschaft die Wogen hoch. "Wir wohnen nur rund 60 Meter von dem Areal entfernt, daher haben wir Einwendungen gemacht und 32 Unterschriften gegen das Hühnerstallprojekt gesammelt. Dieses wurde abgelehnt. Jetzt aber ist es wieder aktuell", erzählt eine unmittelbare Anrainerin. Wird der Mega-Stall gebaut, fürchten sie und ihre Familie massive Beeinträchtigungen: "Das reicht vom Gestank bis zu Klimaveränderungen, außerdem gibt es keine ordentliche Zufahrt." Wegen eines Servitutsrechtes würden Mistfuhren aus dem Stall direkt vor ihrer Haustüre vorbeigehen.

    Angst vor 9000 Hühnern geht aber auch in der rund 200 Meter entfernten Taubersiedlung mit ihren 14 Einfamilienhäusern um. "Wir sind wegen der guten Wohnqualität hierhergezogen, wir wollen unser schönes Wohngebiet nicht zerstört wissen. Der Gestank aus dem Hühnerstall würde vom Wind in unsere Richtung geblasen", erklärt Manfred Zangl, der seine Kritik an Bürgermeisterin Katharina Tabloner richtet: "Die Gemeinde sollte nicht nur die Bauern unterstützen, sondern auch die Wohnbevölkerung. Wir haben das Gefühl, dass die Bürgermeisterin für den Projektwerber ist. Wir betonen aber ausdrücklich, nichts gegen Landwirtschaft zu haben, ganz im Gegenteil."

    Hintergangen

    Von der Gemeinde hintergangen fühlt sich auch ein Ehepaar, das von Graz nach Fladnitz siedelte: "Die Gemeinde hat Ende der 1990er Jahre mit ruhigem und gesundem Wohnen geworben. Kommt jetzt der Hühnerstall, werden unsere Grundstücke entwertet." Man habe daher die Bürgermeisterin bekniet, dass sie sich für ein Ersatzgrundstück außerhalb des Ortszentrums verwenden möge. Zangl: "Ein Ersatzgrundstück zu finden, wäre ihre Aufgabe, schließlich sollte sich eine Gemeinde bemühen, alle Bürger zufrieden zu stellen. Ein Grundtausch kam bis jetzt nicht zustande." Bedenken haben die Anrainer aber auch wegen der Massentierhaltung an sich: "Eine solche Haltung ist einfach widerlich und entspricht nicht den Visionen des Vulkanlandes."

    Unterstützung erhalten die Bürger vom Mediziner und Biobauern Norbert Fritscher: "In derartigen Massentierhaltungen, die nicht ohne Antibiotika auskommen, entstehen antibiotikaresistente Keime, die bei Kindern und vorbelasteten Menschen zu massiven Problemen bis hin zum Tod führen können. Das Problem gäbe es übrigens auch an einem anderen Standort, weil die Keime in Wasser und Luft übertragen werden." Nach Ansicht Fritschers gehöre das Tierschutzgesetz geändert, das eine Massentierhaltung ohne Luft und Tageslicht als "artgerecht" bezeichne.

    Spannungsfeld

    Darauf, dass der Gemeinderat eine Entscheidung nach Aktenlage und Gesetz treffen müsse, beruft sich Bürgermeisterin Tabloner. Zu einem Grundstückstausch sei es nicht gekommen, weil der Projektwerber diesen abgelehnt habe. "Mir ist das Spannungsfeld durchaus bewusst. Ich kann auch die Befürchtungen der betroffenen Anrainer sehr gut nachvollziehen, aber es gibt Gesetze, nach denen wir uns richten müssen", denkt die Gemeindechefin, dass der Bau des Hühnerstalls nicht in Fladnitz beschlossen werde: "Die nächste Sitzung ist am 27. Februar, aber wir sind sicher nicht am Ende des Instanzenzuges."

    Nicht allzu viel ist dem Landwirt Georg Cepin zu entlocken, der den Hühnerstall bauen möchte: "Ich weiß nicht, was die Angstmacherei soll. Der Stall stinkt nicht und beeinträchtigt auch keinen. Offenbar zielt alles darauf ab, die Bauern aus dem Ort zu vertreiben."

    REGINA TRUMMER

    Kommentar

    REGINA TRUMMERKlasse statt... von REGINA TRUMMER

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