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Zuletzt aktualisiert: 08.06.2009 um 21:00 UhrKommentare

Mit klarem Vorsprung fest in schwarzer Hand

Die ÖVP legt bei der EU-Wahl zwar deutlich ab und verliert die Absolute in der Region, erringt aber mehr Stimmen als Martin, SPÖ und FPÖ zusammen. Sozialdemokraten kommen in Fürstenfeld nur mehr auf Platz vier.

Die EU-Wahlen lösten auch in Feldbach keinen Sturm auf die Wahlkabinen aus

Foto © APADie EU-Wahlen lösten auch in Feldbach keinen Sturm auf die Wahlkabinen aus

Die ÖVP hat bei den Wahlen zum Europäischen Parlament in den Bezirken Feldbach und Fürstenfeld die absolute Mehrheit verloren. Die Ergebnisse in der Südoststeier bedeuten aber das zweit- und drittbeste schwarze Bezirksergebnis in der grünen Mark. In beiden Bezirken hat die ÖVP mit etwas mehr als sieben Prozent etwa gleich viel an Stimmprozenten eingebüßt wie die SPÖ - allerdings von einem ungleich höheren Niveau ausgehend. Die Sozialdemokraten konnten in Feldbach mit 15,09 Prozent gerade noch die FPÖ (13,56 Prozent) auf Distanz halten. Im kleinsten steirischen Bezirk hat Hans-Peter Martin mit 18,17 Prozent klar den zweiten Platz geschafft - vor den Freiheitlichen, die in Feldbach wie in Fürstenfeld ihren Stimmanteil mehr als verdoppelt haben. Sie erzielten in den kleinen Gemeinden Oberstorcha (+ 20,5 Prozent) und Aug-Radisch (+ 17,5 Prozent) auch die größten Zugewinne überhaupt. Oberstorcha (jetzt 25,8 Prozent) und Loipersdorf (22,3 Prozent - Heimatort des Bezirksparteiobmannes) sind die stärksten FP-Gemeinden in der Region.

Hervorstechend. Die 600-Seelen-Gemeinde Oberstorcha sticht auch in zwei anderen Wertungen hervor: Mit einem Minus von 22,2 Prozent büßte die ÖVP dort am meisten in der ganzen Region ein und bei der Wahlbeteiligung (27,5 Prozent) lag man dort an sechstletzter Stelle in der ganzen Steiermark. Bei den Gemeinden mit wahlmüden Bürgern ist die Region stark vertreten. Von den acht am Ende der Liste sind gleich vier aus dem Bezirk Feldbach: St. Stefan/R, Oberstorcha, Petersdorf und Schlusslicht Frutten-Gießelsdorf (22,5 Prozent). Gerade dort fuhr die ÖVP aber mit 74,4 Prozent das zweitbeste Ergebnis im ganzen Land ein. Im Bezirk Feldbach liegt auch die Gemeinde mit der dritthöchsten Wahlbeteiligung: Auersbach (59,1 Prozent). Die 50-Prozent-Marke hat auch die kleine Gemeinde Stein übertroffen, wo die ÖVP (67,5 Prozent) das beste Ergebnis im Bezirk schaffte.

ÖVP an Prozenten verloren. Während die FPÖ in 67 von 69 Gemeinden dazugewonnen hat, gelang das der ÖVP nur in fünf: Am deutlichsten gegen den Trend liegt der ÖVP-Zuwachs von zwölf Prozent in der Gemeinde Lödersdorf: der zweithöchste Zugewinn im ganzen Land. Die SPÖ kam nur in drei Gemeinden auf ein Plus. Am höchsten fiel es mit zwei Prozent in Breitenfeld aus.

Martin mobilisierte Wähler. Hans-Peter Martin ist im Bezirk Fürstenfeld überall zweistellig und schaffte dort in vier Gemeinden mehr als 20 Prozent. Im Bezirk Feldbach gelang ihm das nur in Petersdorf II (21,3 Prozent). Das größte Plus fuhr er mit 11,7 Prozent in der kleinsten Gemeinde ein: in Glojach. Den größten Verlust (-4,7 Prozent) bescherte ihm die zweitkleinste Gemeinde: Aug-Radisch

BZÖ überholt Grüne. Das BZÖ (5,75 Prozent) konnte im Bezirk Feldbach die Grünen (5,04 Prozent) überholen und schaffte in Edelstauden (10,9 Prozent) ein zweistelliges Ergebnis. Die Grünen sind nirgends mehr zweistellig. Über das größte Plus (vier Prozent) können sie sich in Grabersdorf freuen. Am stärksten waren sie in Gnas (neun Prozent). Den größten Verlust mussten sie in Frannach hinnehmen: Absturz von 10,8 auf drei Prozent. Im Bezirk Fürstenfeld (6,39 Prozent) lagen sie vor dem BZÖ (5,44 Prozent), sind nirgends mehr zweistellig. Am stärksten sind die Grünen (9,2 Prozent) wie das BZÖ (8,9 Prozent) in Nestelbach.

HELMUT STEINER

Top und Flog

ÖVP: Frutten-Gießelsdorf 74,4 Prozent, Lödersdorf (+12 %); Oberstorcha (-22,2 %).

SPÖ: Bairisch Kölldorf (43,6 %), Breitenfeld (+ 2 %); Merkendorf (-14,5 %).

Martin: Burgau 23,8 %, Glojach (+11,7 %); Aug-Radisch (-4,7 %)

FPÖ: Oberstorcha 25,8 % (+20,5 %); Krusdorf (-0,5 %)

Grüne: Nestelbach/I. 9,2 %, Grabersdorf (+4 %); Frannach (-7,8 %)

BZÖ: Edelstauden 10,9 %; Stein 1,5 Prozent.

Wahlbeteiligung: Auersbach 59,1 %; Stein 50,4 %; Hainersdorf, Leitersdorf, Raabau, Unterauersbach, Perlsdorf und Frannach lagen über 45 %. Steiermark-Schlusslicht: Frutten-Gießelsdorf mit 22,5 %.

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