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Gemeindefusionen

In Radkersburg beginnt das Feilschen

Heute bittet das Land die ersten Gemeinden im Bezirk Radkersburg an den Verhandlungstisch. Ziel sind mehrere Fusionen. Da und dort gibt es vage Pläne, fix ist aber noch lange nichts.

© JÜRGEN FUCHS
 

Für neun Radkersburger Gemeinden schlägt heute die Stunde der Wahrheit. Um 9.30 Uhr wird in der Bezirkshauptmannschaft nämlich die erste Runde im Verhandlungspoker um Gemeindefusionen eingeläutet. Bis zum Abend stehen drei Gesprächstermine am Programm (siehe Infokasten).

Den Anfang machen die Bezirksstadt Bad Radkersburg und Radkersburg Umgebung. Die beiden Nachbargemeinden gelten in Sachen Fusion als Musterschüler im Bezirk. Wurde doch bereits ein gemeindeübergreifender Ausschuss gebildet, der die Stolpersteine auf dem Weg zur Zusammenlegung aus dem Weg räumen soll. "Wir haben sehr viele Gemeinsamkeiten, auch die Vertrauensbasis ist vorhanden. Es ist aber noch lange nichts gegessen", betont Stadtchef Josef Sommer. Ähnlich sieht es sein Amtskollege von der Umgebungsgemeinde, Heinrich Schmidlechner: "Wir sind auf einem guten Weg, es gibt aber auch Spannungsfelder. Wie etwa die Landwirtschaft oder Finanzen."

Relativ spannungsfrei dürfte die zweite Gesprächsrunde mit Straden, Hof bei Straden, Krusdorf und Stainz bei Straden verlaufen. Die vier Gemeinden bilden bereits eine Kleinregion. Aber auch bei Schulen, der Pfarre und in vielen anderen Bereichen gibt es enge Verbindungen. Brisantes Detail: Da Krusdorf und Stainz bei Straden dem Bezirk Feldbach angehören, ist die Ausrichtung der potenziellen Großgemeinde im Fall einer Auflösung oder Teilung des Bezirks Radkersburg wohl vorprogrammiert.

Mut zu größeren Einheiten

Klare Vorstellungen hat auch Gosdorfs Bürgermeister Anton Vukan: "Das Mindeste wäre eine Fusion aller sieben Gemeinden der Kleinregion Mureck." Heute werden aber nur fünf davon am Verhandlungstisch Platz nehmen. Ratschendorf und Deutsch Goritz streben eine Zwei-Gemeinden-Lösung an. Übrig bleiben Eichfeld, Gosdorf, Mureck, Murfeld und Weinburg. Von einer Zusammenlegung restlos überzeugt ist man aber auch in diesen Gemeinden noch nicht. "Niemand von uns Bürgermeistern muss Angst haben. Die große Mehrheit der Bevölkerung sieht ein, dass Reformen notwendig sind", ist Vukan überzeugt.

"Bitte warten", heißt es für jene Gemeinden, die morgen nicht geladen sind. Sie werden im Lauf der nächten Wochen mit den Vorstellungen des Landes konfrontiert. Darunter St. Peter am Ottersbach, Dietersdorf, Bierbaum und Trössing, die einer Fusion nicht abgeneigt sind. Im Gegensatz zu Mettersdorf, das am liebsten autonom bleiben möchte. Tieschen schielt über die Bezirksgrenze und liebäugelt mit Frutten-Gießelsdorf. Auch die Einverleibung von Neusetz, einer Katastralgemeinde von Hof, steht im Raum. Noch keine klaren Präferenzen gibt es hingegen in Halbenrain und Klöch.

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