Bezirks- und Gemeindesuche
Das war doch schon alles einmal da
Der Wunsch nach einer größeren Landeshauptstadt geht bis ins späte 19. Jahrhundert zurück, denn damals bestand Graz ja nur aus sechs Bezirken: Innere Stadt, St. Leonhard, Geidorf, Jakomini, Gries und Lend. Befürworter und Gegner der Grazer Eingemeindungspolitik standen in allen politischen Lagern, aber im Allgemeinen waren die Sozialisten und der Klerus dafür, die Christlichsozialen dagegen.
Ganz typisch war die Reaktion der selbstständigen Gemeinde Liebenau, als sie 1930 zu einer Stellungnahme aufgefordert wurde: Liebenau sei schuldenfrei und wolle keinen Anteil an der Grazer Schuldenlast. Nach dem Anschluss an Nazi-Deutschland 1938 vereinfachte sich in der Diktatur das Verfahren - und innerhalb weniger Monate entstand "Groß-Graz". 1942 wurde die Stadt im Südosten noch um Neudorf und Thondorf erweitert: 13 ehemals selbstständige Gemeinden hatten zu bestehen aufgehört. 1946 wurde wieder umstrukturiert und die 16 Grazer Stadtteile entstanden, die 1988 noch um Puntigam erweitert wurden.












