Bezirks- und Gemeindesuche
Rosental: "Keine Verhandlungen"
Für Bürgermeister Franz Schriebl war die Bürgerbefragung ein großer Erfolg. Befürworter der Fusion sehen das erfahrungsgemäß anders.

Foto © KRUSCH Vor den Mit- gliedern des Gemeinderats präsentierte Franz Schriebl das eindeutige Ergebnis der Bürgerbefragung
Als weisendes Ergebnis für die Zukunft bezeichnet Franz Schriebl das mehr als eindeutige Ergebnis der Bürgerbefragung in Rosental. 89,2 Prozent der Bürger haben am Sonntag gegen eine Zusammenlegung mit einer anderen Gemeinde gestimmt - bei einer erstaunlich hohen Wahlbeteiligung von 64,14 Prozent (die Kleine Zeitung hat berichtet).
Für Schriebl ist das vor allem eines: "Der Auftrag der Bürger, weiterhin für die Eigenständigkeit unserer Gemeinde zu kämpfen." Und somit auch keine Verhandlungen mit Voitsberg - dem Wunschpartner des Landes - in Sachen Fusion zu führen.
Aus Voitsberg kommt auf das Ergebnis nur eine gedämpfte Reaktion. "Es ist die Entscheidung der Rosentaler", meint Bürgermeister Ernst Meixner. Man wolle sich da nicht einmischen. "Aber schade ist es schon. Wir hätten gut zusammengepasst."
"Es war zu erwarten"
Und selbst für die Befürworter der Zusammenlegung ist das Ergebnis nicht erstaunlich. "Bei dieser Vorinformation war nichts Anderes zu erwarten", so eine Leserin, die sich bereits im Vorfeld über zu wenig objektive Information in Sachen Gemeindefusion beschwert hatte.
Schriebl sieht das anders. "Es heißt immer, dass alle eine Großgemeinde wollen", meint er. "Aber wenn man die Leute wirklich ernst nimmt und fragt, zeigt sich, dass das Überleben der kleinen Gemeinde doch im Vordergrund steht." Und er betont weiter: "Wir waren immer für gute Zusammenarbeit wie bei der Musikschule, dem Reinhalteverband oder der Müllentsorgung. Dafür muss ich aber keine Gemeinden zusammenlegen."
Wie die Umfrage die Pläne der Reformpartner beeinflusst, wird man sehen. Bisher gab es vonseiten des Landes keine Stellungnahme. "Noch sind wir in der Verhandlungsphase", so der Sprecher von Landeshauptmann Franz Voves. Erst in der Entscheidungsphase im Herbst werde man sich zu den Überlegungen in den Regionen äußern.











