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Zuletzt aktualisiert: 09.06.2012 um 22:44 UhrKommentare

"Entfernungen sind viel zu groß"

Hieflau soll mit Landl, Palfau und Gams über gemeinsame bezirksgrenzensprengende Zukunft nachdenken. Bleiben Radmer und Eisenerz übrig?

Blick nach Eisenerz

Foto © APABlick nach Eisenerz

Hieflau würde gut dazupassen", meint Bürgermeister Günter Auer, wenn er auf einen Bezirkswechsel seiner Gemeinde angesprochen wird. Und dieser wird immer realistischer. Denn die einzige Nationalparkgemeinde des Bezirks Leoben wurde kürzlich zu ersten Fusionsgesprächen mit den Gemeinden Landl, Palfau und Gams eingeladen. Und diese drei gehören zum Bezirk Liezen. "Wir waren auch schon mit Radmer zu Fusionsgesprächen eingeladen, aber wir sind ja viel zu weit weg. Das bringt überhaupt nichts", erklärt Auer, der auch davon spricht, dass er, wenn es eine Entscheidung geben soll, auf jeden Fall die Bevölkerung befragen wolle. "Aber aus Gesprächen heraus höre ich, dass der Großteil der Bevölkerung in den Bezirk Liezen tendiert. Wir fahren ja jetzt schon öfter nach Liezen als nach Leoben", meint er. Auch schulmäßig bringe es keinen Vorteil, weil die beiden Volksschulen in Hieflau und Radmer immer weniger Schüler haben würden.

Für Ludwig Gottsbacher, seit Kurzem Bürgermeister von Radmer, ist eine Zusammenlegung seiner Gemeinde mit Hieflau, aber auch mit Eisenerz unvorstellbar. "Das bringt überhaupt nichts, weil einfach die Wege zu weit sind", bestätigt er seinen Amtskollegen in Hieflau. "Eisenerz hat jetzt schon eine viel zu große Infrastruktur. Wenn wir dazu kommen, wird diese ja noch größer und teurer", sagt er überzeugt. Ersparen würde man sich gar nichts, weil Radmer jetzt ohnehin schon mit Sparbesetzung bei den Gemeindebediensteten arbeite. Eine Fusion sei nur dann interessant, wenn die Bevölkerung Vorteile davon habe, und diese sehe er bis jetzt nicht.

Auch Christine Holzweber, Bürgermeisterin von Eisenerz, stößt ins selbe Horn wie ihre Kollege: "Eine Fusion wird nie möglich sein, weil einfach die Entfernungen zu groß sind. Wir sind aber auch noch überhaupt nicht vom Land zu irgendwelchen Gesprächen wegen einer Fusion eingeladen worden", erklärt sie. Ein Rückschlag sei sicherlich gewesen, dass Vordernberg nach Trofaich wolle. "Wechselt Vordernberg auch noch die Tourismusregion, dann ist das für uns ein massiver Einbruch", so Holzweber.

JOHANNA BIRNBAUM

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