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    Zuletzt aktualisiert: 24.04.2012 um 14:59 UhrKommentare

    Zustimmung, Zweifel und Zuversicht

    Bürgerinformation zur Fusion der Kleinregion Birkfeld in Gschaid. Der Andrang der Gäste war groß, die Stimmung gemischt bis positiv.

    Der Gemeindesaal in Gschaid bei Birkfeld platzte bei der Bürgerinformation hinsichtlich geplanter Fusion aus allen Nähten

    Foto © Karin Scherf-KachelmaierDer Gemeindesaal in Gschaid bei Birkfeld platzte bei der Bürgerinformation hinsichtlich geplanter Fusion aus allen Nähten

    Wie mehrfach berichtet, wolle die "G5", wie sie sich nennen, also die Gemeinden Birkfeld, Gschaid, Haslau, Koglhof und Waisenegg, freiwillig fusionieren. Nach den Birkfeldern (wir berichteten) wurden nun die Gschaider über die angedachte Fusion informiert.

    Das Interesse war groß, der Gemeindesaal bis auf den letzten Sessel besetzt. Einige Besucher fanden nur noch im Gang Platz. Gschaids Bürgermeister Gerhard Gruber erzählte von seinen anfänglichen Ängsten gegenüber einer Fusionierung. "Ich dachte, wenn wir Gschaider mit Birkfeld fusionieren, könne das nicht gut gehen. Die Birkfelder Bürger und die ländliche Bevölkerung von Gschaid - das passt nicht zusammen".

    Vor allem der finanzielle Aspekt habe aber ein Umdenken bewirkt. "Unsere Gemeinde steht zwar relativ gut da, da wir ein großes Unternehmen in unserem Gemeindegebiet haben. Dennoch können wir langfristig nicht nur von einem Unternehmen abhängig sein - und die Zuweisungen vom Land werden immer weniger", so Grubers Argumente.

    Ähnlich war es seinen Kollegen der anderen Gemeinden ergangen. Vor allem die künftige finanzielle Lage habe sie dazu bewogen, über eine Fusion nachzudenken und sich die Finanzen genau anzusehen. Aus einer genauen Analyse habe sich dann ein Sparpotenzial von mehr als 400.000 Euro jährlich ergeben. Dazu kämen die Zuwendungen von Bund und Land über 1,6 Millionen Euro für die "freiwillige Verlobung", die bis 31. Jänner eingebracht werden musste.

    Viele Fragen kamen nach den Informationen von den Bürgern. "Wie sieht es mit einer Volksabstimmung aus?", wollte man etwa wissen. Gruber und Birkfelds Bürgermeister Franz Derler erklärten, dass man nach den Bürgerversammlungen in den fünf Gemeinden die Stimmung sondieren und danach entscheiden werde, ob eine Volksabstimmung gemacht werde.

    Wegrationalisieren?

    Anders sah das ein Gschaider, der die Ausführungen von Birkfelds Vizebürgermeister Heinz Schabreiter über das Sparpotenzial anzweifelte und vehement eine Volksabstimmung einforderte. "Sonst geht das ja in Richtung Kommunismus, wenn das Volk gar nichts mehr mitzureden hat", ärgerte er sich. "Glaubt nicht, dass das für uns Bürgermeister leicht ist", sagte Derler dazu, "auch für uns ist das eine sehr emotionale Sache. Wir rationalisieren uns ja alle selber weg. Aber Fakten sind Fakten. Wir müssen an die Zukunft und an die Jugend denken und für sie gemeinsam eine lebensreiche Gemeinde schaffen."

    Dem schloss sich sein Bürgermeisterkollege Franz Tiefengraber aus Waisenegg an. "Alle sprechen von der Ausdünnung des Landes. Aber wenn wir uns zusammentun, können wir gemeinsam stark sein."

    Wichtig war vielen Zuhörern die Frage der Vertretung der einzelnen Gemeinden in einem künftig gemeinsamen Gemeinderat. ÖVP und SPÖ erklärten, dass sie dies über die Zusammensetzung der Listen regulieren wollten. Angedacht sei vom Land auch die Funktion eines Ortsteilbürgermeisters, die aber noch nicht wirklich definiert sei.

    Ein Großteil der Bevölkerung schien einer Fusion aber nicht abgeneigt. "Ich sehe das positiv", hörte man nach Ende eine Gschaiderin zu einer Birkfelderin sagen. "Eigentlich gehören wir eh schon zusammen". Und fügte mit Augenzwinkern hinzu: "Wir nehmen euch gerne bei uns auf."

    KARIN SCHERF-KACHELMAIER

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