Steirer des TagesMagazin und x-tes Kochbuch zum Geburtstag: Johann Lafer wird heute 60

Starkoch, Unternehmer, omnipräsenter Fernseh-Schnauzbart: Johann Lafer feiert wird heute 60 Jahre alt. Wir gratulieren ganz herzlich!

Nicht glamourös, sondern ganz gemütlich lässt sich Lafer heute mit seiner Familie bekochen © APA/GEORG HOCHMUTH
 

Ob Safranfäden oder Bratenfond, edle Pralinen mit seinem Konterfei, Tischläufer und Ofenhandschuhe mit Lafer-Aufdruck, ganze Produktpaletten für WMF, Kenwood, Villeroy & Boch oder Weber Grill, ein Brettspiel namens „Johann Lafer – Welt der guten Küche“, mehr als 60 Bücher in 20 diversen Verlagen oder die Dauerpräsenz in den deutschen Wohnzimmern mit mindestens 3000 TV-Auftritten: Am freundlichen, schnauzbartgeschmückten Lächeln von Johann Lafer kommt niemand vorbei, der sich auch nur ansatzweise fürs Kochen interessiert.

Rechtzeitig zum 60. Geburtstag des wohl größten steirischen Exportschlagers in Deutschland sind jüngst noch zwei Produkte dazugekommen: Der Jahreszeiten-Verlag bringt just heute die erste Ausgabe eines Genießermagazins mit dem Titel „Johann Lafer“ auf den Markt, das fortan vierteljährlich erscheinen soll. Und bei GU erscheint mit „Johann Lafer – Das Beste“ eine „Kochbibel“, die der Verlag als das „Vermächtnis des beliebten Meisterkochs“ bezeichnet.

Die erste Ausgabe des Genießer Magazins von Johann Lafer feiert Premiere
Die erste Ausgabe des Genießer Magazins von Johann Lafer feiert Premiere Foto © Jahreszeiten Verlag GmbH
 

Auch wenn das Wort „Vermächtnis“ schon gefährlich nach Küchen-Pension klingt, ist das Gegenteil der Fall: „So lange die Gesundheit mitspielt und ich Anerkennung und Sympathie von anderen bekomme, koche ich weiter“, erzählte Lafer kürzlich einer Tageszeitung.

Dabei ist er nur wenige Wochen vor dem runden Geburtstag zu seinen Anfängen zurückgekehrt: Er kochte im August im Rahmen des Food Festival Graz dort auf, wo er vor 44 Jahren seine Karriere begonnen hat, im Grazer „Gösser Bräu“. Lafers Erinnerungen daran: Eine solide Grundausbildung – und eine Narbe am linken Zeigefinger, vom Emmentaler-Backen. „Auf den Finger könnte man Gösser draufschreiben“, lachte Lafer bei seinem Küchen-Comeback in Graz.

Kaum zu erkennen: Der junge Johann Lafer zum Beginn seiner Karriere in Deutschland (Bild aus dem neuen Kochbuch "Das Beste") Foto © GU Verlag

Damals, als 16-jähriger Lehrbub, sei er allerdings kurz davor gewesen, aufzugeben – 50 Kilogramm Gulasch-Zwiebel pro Tag reichten ihm.
„Hansi“ blieb den Eltern zuliebe bei der Lehre, das anfängliche Heimweh nach seinem Heimatort St. Stefan im Rosental wich dem Hunger auf die weite Welt – und einer steilen Karriere: Mit 23 war er bereits „Bester Pâtissier Deutschlands“, ein Jahr später arbeitete er bei Eckart Witzigmann in der „Aubergine“, mit 30 erkochte er einen zweiten Michelin-Stern für das Restaurant seiner späteren Frau Silvia Buchholz.

Die dunklen Schatten der für Lafer „sehr schmerzhaften“, aber abgeschlossenen Steueraffäre vom Vorjahr sind längst verblasst – auch angesichts der vielen Auszeichnungen, die Lafer im Lauf der Jahre erhalten hat, darunter das Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich. Dazu kam eine erfolgreiche Kooperation mit Steiermark Tourismus, als unermüdlicher Botschafter für viel mehr als „nur“ Kernöl.

Eine große Feier zum 60. Geburtstag hat der umtriebige Koch-Unternehmer übrigens heute nicht geplant: Er lässt sich ganz gemütlich im engsten Familienkreis bekochen.

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