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STEIRER DES TAGES

Einer, der viel Schwein hat

Schweinebauer Franz Schwarz ist glücklich, so viel Glück zu haben. Und dankbar.

 
Kein Wunder, dass es Franz Schwarz gut geht. Als Schweinebauer ist er schließlich umgeben vom beliebtesten Glückssymbol des Landes: dem Ferkel. Stellvertretend für 13.000 Schweinehalter im Land berichtet der 48-jährige Landwirt aus Neudorf im Ilztal, was Glück, sein Glück, eigentlich ist.

Schweineflüsterer. Im Ort gibt es eine Anekdote dafür. Ein Schwein war ausgebüxt und rannte über die Felder. Bauer Schwarz machte sich auf die Suche. Wenig später sah man ihn, wie das Schwein neben ihm her ging. Einen halben Kilometer lang. "Ich hab' auf das Tier eingeredet, da folgte es mir ganz zahm." Ein Schweineflüsterer? "Für mich sind Schweine jedenfalls mehr als nur ein Symbol. Sie sind tatsächlich mein Glück. Und ich bin überzeugt davon, dass Nähe für sie wichtig ist. Für jedes Lebewesen." Und genau das ist sein größtes Glück: die Nähe.

Kein Sauschädel-Essen. Seine 40 Zuchtsauen bringen bis zu 800 Ferkel pro Jahr auf die Welt. Allein schafft Schwarz die Arbeit nicht. "Ich habe tolle Mitarbeiter aus Osteuropa am Hof. Wir halten alle zusammen. Auch meine Frau Helga und unsere Kinder Hanna und Simon. Und natürlich die Tiere. Ich versuche so oft es geht, bei ihnen zu sein. Versuche auch, die Schweine weitgehend homöopathisch zu behandeln und ihnen sozusagen hinter die Augen zu schauen. Zu erahnen, wie es ihnen geht."

Glück. Eines gibt es am Neujahrstag jedenfalls nicht. Den weithin "beliebten" Sauschädel, dessen Verzehr bekanntlich Glück bringen soll. "Für mich ist wichtiger, dass man dieser Tage in sich geht. Ich bin bei weitem nicht der beste Schweinebauer im Land. Aber ich bin glücklich, dass das Jahr so gut verlaufen ist. Dass wir alle gesund sind und dass ich Freunde habe, die ich regelmäßig treffe. Wir brauchen uns alle miteinander. Die Menschen, die Tiere. Das ist Glück für mich." Man müsse es nur erkennen, das Glück. Dann braucht man keine Symbole.

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