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    Zuletzt aktualisiert: 09.10.2012 um 05:59 UhrKommentare

    Heimreise mit glänzendem Übergepäck

    Österreich krönt sich zur erfolgreichsten Teilnehmernation bei den Berufseuropameisterschaften in Belgien. Drei Goldene gehen in die Steiermark.

    Josef Herk mit T. Schäffer, A. Sudy, A. Mayer, M. Moosbrugger, R. Dietrich, M. Ringbauer, H. Talowski (v. l.)

    Foto © Manfred NeuperJosef Herk mit T. Schäffer, A. Sudy, A. Mayer, M. Moosbrugger, R. Dietrich, M. Ringbauer, H. Talowski (v. l.)

    Igot the feeling, that tonight's gonna be a good night" - "Ich hab da so ein Gefühl, dass heute Nacht eine gute Nacht wird" - mit diesem Partykracher der Popband Black Eyed Peas hätten die belgischen Organisatoren gar keine bessere Songwahl für den Auftakt der Siegesfeier treffen können. Zumindest aus österreichischer Sicht. Denn die 37 heimischen Teilnehmer an den diesjährigen Berufseuropameisterschaften im belgischen Spa haben sagenhafte 22 Medaillen gewonnen, darunter 14 in Gold - vom Agrarmaschinentechniker über Landschaftsgärtner und Schweißer bis hin zum Steinmetz. Österreich war die beste aller 27 Nationen. Das gute Gefühl hat also nicht getäuscht. Die Heimreise nach den drei sehr intensiven Wettkampftagen erfolgte mit glänzendem Übergepäck.

    Mit großartigen Leistungen konnten auch die sechs steirischen Teilnehmer aufwarten - mit Thomas Schäffer, Matthias Moosbrugger und Anita Mayer beheimatet die Steiermark nun offiziell den besten Jungkoch, den besten Maurer und die beste Malerin Europas. Hinzu kommt eine "Silberne", die der Wildoner Kälteanlagentechniker Rene Dietrich im Teambewerb erringen konnte. Sowie die Bronzemedaille von Fliesenleger Martin Ringbauer aus Friedberg. Auch der Fahrzeugtechniker Alexander Sudy konnte mit seiner Leistung international aufzeigen. Außerdem hat er bei den Euroskills "sehr viel an Erfahrung mitgenommen" und als bekennender Autonarr für drei Tage an "einem wirklich reizvollen Arbeitsplatz" werken dürfen: mitten in der Boxengasse der Formel-1-Strecke. Den Europameistern sind die Strapazen der vergangenen Tage unter dem Rampenlicht des Siegertreppchens kaum mehr anzusehen. Nur wenige Stunden zuvor sah das noch anders aus.

    Am Finaltag der "Euroskills" sammeln sich traditionell noch einmal Tausende Schaulustige vor den Arbeitskojen der Teilnehmer. Es wird gestaunt, geklatscht und natürlich geknipst. Die Teilnehmer müssen den Trubel, der sich rund um sie abspielt, ausblenden. Und müssen bis zur letzten Sekunde konzentriert bleiben. Als am Arbeitsplatz von Malerin Anita Mayer die letzten Sekunden ihres 18-stündigen Wettkampfs von der Jury heruntergezählt werden und sie noch zu den letzten Pinselstrichen ansetzt, ist ihr Gesichtsausdruck noch angespannt. Als der Countdown zu Ende geht, lächelt sie. Dann weint sie. Die Erleichterung ist groß. 720 Stunden hat sie für diese Goldene trainiert. Am Ende des Bewerbs, die Medaille um den Hals, strahlt sie. "Das alles ist einfach unbeschreiblich." Auch Maurer Moosbrugger ist begeistert, "du stehst da oben, alle jubeln dir zu, das ist richtig super". Von den vielen Zuschauern und dem Lärm rund um ihn habe er sich nicht irritieren lassen, "ich war von Beginn an konzentriert", so Moosbrugger.

    Sechs Steirer-Medaillen

    So etwas wie der Routinier des Steirer-Teams war trotz seines jungen Alters von 21 Jahren der Brucker Koch Thomas Schäffer. Er war schon Bronzemedaillengewinner bei den Weltmeisterschaften in London. Jetzt darf er sich gemeinsam mit einer estnischen Kollegin bester Jungkoch Europas nennen. Zusätzlich konnte er eine Silbermedaille in der Teamwertung mit Restaurantfachfrau Julia Heilig erringen. "Ich hab schon London erlebt, aber das hier ist extrem schön. Europameister, ein Wahnsinn". So sieht's auch der steirische Wirtschaftskammerpräsident Josef Herk: "Sechs steirische Medaillen bei einem so wichtigen internationalen Wettbewerb zeigen uns, wie leistungsfähig unsere Jugend und unsere Betriebe sind." Bei den Euroskills sind fast 500 junge Facharbeiter aus 27 Ländern angetreten. "Diese Beispiele beweisen uns, welche Bandbreite und Qualität die Berufsausbildung in Österreich aufweist", betont Renate Römer, Vizepräsidentin der Bundeswirtschaftskammer. "Ich bin stolz auf unsere Jugend."

    Maurer mit Bodenhaftung

    Matthias Moosbrugger, geboren am 26. April 1991 in Schladming. Karriere: Ausbildung als Maurer bei der Firma Herzog Bau, er besucht derzeit die Werksmeisterschule in der Bauakademie Steiermark im 4. Semester. An seinem Job reizt ihn, dass man mit "seinen eigenen Händen und mit Körpereinsatz etwas errichten kann" sowie die Arbeit mit "großen und gefährlichen Maschinen". Selbstbeschreibung: "Ich sehe mich als einen Bodenständigen, selbstsicheren jungen Menschen, der seine eigene Meinung vertritt und dafür einsteht." Hobbys: Motocrossfahren, Paragleiten, Skifahren. Erste Reaktion auf den Europameistertitel: "Einfach super. Du steht da oben, alle jubeln und kannst es nicht glauben."

    Von der Kunst zu malen

    Anita Mayer, geboren am 26. März 1991 in Bruck an der Mur. Karriere: Ausbildung an der Landesberufsschule in Graz St. Peter, sie hat alle Klassen mit Auszeichnung abgeschlossen. Heute arbeitet sie bei Malermeister Harald Hack in Kaindorf bei Leibnitz. Der Beruf der Malerin gibt ihr die Möglichkeit "der künstlerischen Entfaltung", daher spricht sie von einer "tollen und abwechslungsreichen Tätigkeit". Selbstbeschreibung: "Ich bin ein ehrgeiziger Mensch und liebe es, mich neuen Herausforderungen zu stellen." Hobbys: Schwimmen, Skifahren, Kochen, Musik und Zeichnen. Erste Reaktion auf den Europameistertitel: "Unbeschreiblich ist das, ich hätte mir das nie gedacht."

    Zauberer der Küchen

    Thomas Schäffer, geboren am 26. April 1991 in Bruck an der Mur. Karriere: Lehrlingsausbildung im Haubenlokal Hubinger in Etmißl, hat unter anderem in Kitzbühel und Golling gearbeitet. Thomas Schäffer will jetzt noch den Küchenmeister machen. "Wenn ich in der Küche stehe und mit den Lebensmitteln hantiere, bin ich voll in meinem Element." Selbstbeschreibung: "Ich bin ein sehr lebensmotivierter, lustiger Mensch - immer auf etwas Neues aus." Hobbys: Radfahren, Skifahren, Kochbücherlesen, Zu-Hause-Kochen und Experimentieren. Erste Reaktion auf seinen Europameistertitel: "Einfach spitze. I g'frei mi einfach sehr."

    MANFRED NEUPER, SPA

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