Bezirks- und Gemeindesuche
Haufenweise Hammer-Preise
Bernhard Hammer (44) und Robert Pichler (43) räumen mit ihren Ingenieurbüros einen Wirtschaftspreis nach dem anderen ab.

Foto © Gernot EderBernhard Hammer und Robert Pichler
Man fühlt sich ein wenig an die "Zeit im Bild" erinnert, wenn man Bernhard Hammer und Robert Pichler gegenübersitzt. Wie ein perfekt eingespieltes Moderatorenduo schaffen es der Murtaler Eigentümer und Gründer der Ingenieurbüro-Gruppe e2 (Hammer) und sein technischer Geschäftsführer aus Graz (Pichler) scheinbar mühelos, dass der eine stets jene Sätze vollendet, die der andere begonnen hat. Und umgekehrt. "Kein Wunder", sagt Hammer, "wir haben ja schon in den 1980er-Jahren als Internatsschüler der HTL Pinkafeld Schul- und Freizeit miteinander verbracht", komplettiert Pichler.
Doch nicht nur das Duo funktioniert, sondern das ganze, auf 65 Leute angewachsene Team, wie der jüngste Auszeichnungs-Reigen beweist: Allein in den vergangenen Monaten wurde das auf Umwelt-, Energie- und Haustechnik spezialisierte Unternehmen (bzw. die größte Tochterfirma TBH) mit dem Energy Globe, je einer Nominierung für den Wirtschaftspreis Trigos sowie den Umwelttechnikpreis Daphne, und nun dem Staatspreis "Knewledge" für vorbildliche Mitarbeiterförderung ausgezeichnet.
"Besonders der Staatspreis macht uns stolz" (Hammer), "weil wir ein vergleichsweise kleines Unternehmen sind" (Pichler), das seine Mitarbeiter durch konsequente Weiterbildung erst im Betrieb zu Spezialisten mache. Im Gegensatz zum Branchenschnitt von einem Prozent investiere e2 mit 3,5 Prozent des Jahresumsatzes deutlich mehr Geld in die gezielte Weiterbildung. Die auch vor den Chefs nicht haltmacht. Hammer, der das Unternehmen an seinem 25. Geburtstag gegründet hat, belegt ein Master-Studium an der Uni Krems. Pichler, der 2001 "nach einem zufälligen Treffen" an Bord gegangen ist, lässt sich zum "Europäischen Energiemanager" ausbilden. Auch die Forschungsquote liegt mit neun Prozent hoch.
Selbst wenn die beiden nun getrennt die Schulbank drücken, so sporteln sie doch noch immer gemeinsam. Nur haben sich zum Alter ein paar Sportarten hinzugesellt. "Früher waren es Fuß- und Handball" (Pichler), "jetzt gehen wir gemeinsam auf den Golfplatz", sagt Hammer, der sich neben der Jägerei 2011 ein weiteres "Hobby" eingefangen hat: Er folgte dem heutigen Wirtschaftskammerpräsidenten Josef Herk als Chef der Bezirkskammer Murtal nach. ULRICH DUNST








