Bezirks- und Gemeindesuche
Wolfgang Wlattnig: Neuer Mann für die Gemeinden
Wolfgang Wlattnig (46) verlässt nach zehn Jahren die Grazer Burg und wird neuer Leiter der Gemeinde-Fachabteilung. Diese ist an der heiklen Gemeindereform maßgeblich beteiligt.

Foto © KANIZAJ Neuer Leiter der Fachabteilung für Gemeinden, Wahlen und Wegebau: der Brucker Wolfgang Wlattnig (46)
Außendienst, der sieht für Wolfgang Wlattnig so aus: Der stolze Papa begleitet Sohn Leon zu Spielen des SV Gössendorf, wo der Neunjährige Stürmer ist. Oder aber: Wlattnig rückt zu Gemeinden und Bezirkshauptleuten aus. Zuletzt war das heiße Eisen Gemeindestrukturreform anzupacken. "Ich war bei 60 bis 70 solcher Termine", schildert der Brucker. Der ist jetzt nicht nur privat, sondern auch beruflich umgezogen: Von der Grazer Burg, Büro Vize-Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP), in die Fachabteilung für Gemeinden, Wahlen und ländlichen Wegebau. Mit heutigem Datum tritt der 46-Jährige dort seinen Dienst als neuer Leiter an. Mit rund 70 Mitarbeitern "gilt es die Strukturreform rechtlich zu begleiten". Ob Vermögensfragen, Finanzausgleich oder Stabilitätspakt: Das Spektrum ist groß. Ebenso das steirische Wegenetz mit einer Länge von 25.000 Kilometern.
Angefangen hat der passionierte Radfahrer als Strafreferent in obersteirischen Bezirkshauptmannschaften. Von dort ging es ins Landhaus in den ÖVP-Landtagsklub, wo Wlattnig zum Direktor aufstieg. 2002 wurde er in die Burg berufen: als Karenzvertretung der Bürochefin von Waltraud Klasnic. Aus der Karenzvertretung wurde mehr, Vorgängerin Kristina Edlinger-Ploder wechselte in die Politik. Für Wlattnig, wie er sagt, nie ein Thema. Im politischen Büro, der Schnittstelle von Gestaltung und Verwaltung, war sein Platz. "Sie werden auch noch fliegen lernen", soll Klasnic damals zu ihm gesagt haben. Nicht ahnend, was kommen sollte: Estag, Österreich-Ring, Herberstein etc.
Nach der Wahl 2005 gehörte Wlattnig dem Büro Schützenhöfer an. Die letzten Jahre standen "Planen, Mitgestalten und Mitdenken bei notwendigen und richtigen Reformen" im Zentrum. Dies kann Peter Wlattnig nur bestätigen: Von Ortschefs auf die Reform angesprochen, musste der Richter auf Wolfgang, den Zwillingsbruder verweisen.
Features
FAKTEN
Wolfgang Wlattnig wurde im 1966 in Bruck/Mur geboren.
Nach HAK und Jus-Studium fing er 1993 beim Land an.
Seit 1996 auf Politebene tätig: VP-Landtagsklub, Büro LH Klasnic, Büro Vize-LH Schützenhöfer.
Der neue Fachabteilungsleiter ist mit seiner Isabella verheiratet; die beiden haben einen Sohn (9).








