Bezirks- und Gemeindesuche
Thomas Wallner: Doktor der Motoren
Der Grazer Thomas Wallner forscht in den USA nach alternativen Antriebstechniken.

Foto © GRAM Aus einem Gastbesuch wurde mehr: Thomas Wallner forscht in den Vereinigten Staaten
Schon als Kind hatte Thomas Wallner sein technisches Geschick bewiesen. "Mein Großvater gab mir oft kaputte Elektrogeräte", erinnert sich der promovierte Maschinenbauer. Wenn der Kleine nicht gerade mit seinen ferngesteuerten Autos rumraste, reparierte er Opas desolate Apparate. "Wenn auch vieles dann nur beim Zerlegen geblieben ist", grinst er heute als Forscher nach alternativen Kraftstoffen (Wasserstoff, Ethanol, Butanol) und Entwickler von Motorenkonzepten am bekannten US-Labor "Argonne National Laboratory" (ANL).
Ausgezeichnet
Nach seiner Dissertation "Entwicklung von Brennverfahrenskonzepten für einen Pkw-Motor mit Wasserstoffbetrieb" an der TU Graz, die 2005 vom Fachverband der Fahrtzeugindustrie Österreichs ausgezeichnet wurde, sollte ein zwölfmonatiges "Postdoctoral Appointee" im staatlichen Forschungslabor in der Nähe von Chicago folgen, geworden ist daraus mittlerweile ein siebenjähriger US-Aufenthalt.
ANL kooperiert intensiv mit der amerikanischen Autoindustrie, entwickelt Zukunftsthemen. Wallner beschäftigt sich mit zwei Prototypen: Einem in Langstrecken-Brummis eingesetzten Sechszylinderdiesel-Motor, der mit Benzin und Diesel gleichzeitig betrieben wird, um Verbrauch und Emissionen zu verbessern. Beim koreanischen Benzin-Direkteinspritz-Motor prüft der ledige Steirer die Steigerung der Partikelemissionen. Auch mit führenden Universitäten wird eng zusammengearbeitet: "Wir wollen talentierte Jungtechniker fördern."
Gastprofessor
Der 36-jährige Akademiker fungiert nebenbei als Gastprofessor an der "Michigan Technological University", wo er Studierende für Diplomarbeiten und Dissertationen vorbereitet, leitet das Chicago-Capter der ASCINA ("Austrian Scientists and Scholars in North America), brachte bislang 50 Fachpublikationen auf den Markt und jettet zu (inter-)nationalen Tagungen. "Die Reisen kommen mir sehr entgegen", erzählt Wallner. "So kann ich meine Familie in Graz besuchen."
Auch Wallners persönlicher "Motor" läuft wie geschmiert. Er läuft erfolgreich Marathon und frönt dem Wassersport.








