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Frisch vergoldet zum Einsatz in den Libanon
Bundespräsident Fischer verlieh dem steirische Militärdekan Christian Rachlé das Goldene Ehrenzeichen der Republik.

Foto © BundesheerAuch Bundespräsident Fischer gehört zu Christian Rachlés Lesern
Morgen um 6 Uhr früh geht sein Flieger nach Beirut. Bei den österreichischen Soldaten im Libanon wird der steirische Militärdekan Christian Rachlé in den kommenden drei Wochen wieder das tun, was er die "Königsdisziplin" der Militärseelsorge bezeichnet: "Ich werde für alle Soldatinnen und Soldaten da sein, egal was für eine Konfession sie haben, und ein offenes Ohr für ihre Anliegen haben", erzählt der gebürtige Kärntner. Wie so oft bei Auslandseinsätzen müsse er dann auch in die Rolle des Psychologen schlüpfen.
In die Rolle des Buchautors und Herausgebers ist er schon mehrmals geschlüpft. Fünf Werke hat der Militärdekan im Range eines Oberst schon publiziert, zuletzt erschien im März "Im Anfang war das Wort" mit den liebsten Bibelzitaten des Geistlichen. Wie auch seine bisherigen Bücher ist es nahezu vergriffen, und wie immer ließ er die Einnahmen aus dem Verkauf dem Sozialfonds beim Militärkommando Steiermark zukommen. "Mit diesem Geld helfen wir schnell und unbürokratisch Kameraden, die plötzlich in finanzielle Probleme geraten", so Rachlé. Ob Sturmschaden oder Scheidung - Tausende an Euro seien so schon an Überbrückungshilfe geflossen.
Für sein soziales Engagement, das weit über den dienstlichen Charakter hinausgeht, wurde dem Grazer nun von Bundespräsidenten Heinz Fischer das Goldene Ehrenzeichen der Republik verliehen. Für Rachlé eine besondere Ehre - hat Fischer ja auch bereits das Vorwort zu einem seiner Bücher verfasst. Und wie das Staatsoberhaupt steht auch der Geistliche überzeugt hinter seiner Meinung in der aktuellen Wehrpflicht-Debatte: "Ich bin für einen verpflichtenden Wehrdienst, auch weil ich es immer wieder erlebe, wie junge Menschen dort ihre Vorurteile über Herkunft und Religion abbauen."
Features
Zur Person
Christian Thomas Rachlé wurde in Klagenfurt geboren und lebt in Graz. Seit drei Jahren ist der Oberst steirischer Militärdekan.
Zehn Jahre betreute er auch die Pfarre Preitenegg, nun hilft er noch ehrenamtlich an Wochenenden in steirischen Pfarren aus, "wenn Not am Mann ist".
Fallschirmspringen und Schwimmen zählen zu seinen Hobbys.








