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Stichfeste Premiere
Mörbisch startet: Claudia Goll (48) führte die Kostüm-Regie.

Foto © Sabine HoffmannClaudia Goll
Ja, sie durfte schon einen Vorabblick auf die "Fledermaus" werfen. Was das Premierenpublikum der Seefestspiele Mörbisch erst heute Abend sieht, war für Claudia Goll in den letzten zwei Monaten ihr Arbeitsinhalt. Die Leiterin der Kostümwerkstatt von "art+event Theaterservice Graz" produzierte nämlich mit ihrem 30-köpfigen Team die Kostüme der Solisten rund um Intendant Harald Serafin. Zum fünften Mal in Folge ging der Auftrag in die steirische Landeshauptstadt.
"Die Produktion gehört zu den Höhepunkten", verrät die studierte Bühnen- und Kostümgestalterin. Sobald die Entwürfe von Kostümbildnerin Amra Buchbinder auf dem Tisch von Goll lagen, ging die Denkarbeit los. Denn: Eine Aufführung unter freiem Himmel bringt Herausforderungen mit sich. "Alles muss ja wetterfest sein", sagt Goll.
Wetterfeste Kostüme
Imprägnierte Stoffe, rutschfeste Schuhe, mit Blei beschwerter Saum wegen möglicher Windböen - für die Kostümwerkstatt liegen die Tücken im Detail. Ist die Planung abgeschlossen, geht es direkt an Nadel und Faden. Denn: "Verschieben kann man eine Premiere nicht. Deswegen wird quasi durchgearbeitet."
Selbst dabei sein kann die gebürtige Feldbacherin mit Wohnsitz in Graz heute Abend in Mörbisch nicht. "Der nächste Auftrag wartet schon, ich muss nach Salzburg", verrät sie. Auch dort hat die Kostümwerkstatt heuer eine federführende Rolle - im wahrsten Sinne des Wortes: Bei den Festspielen kleiden die Grazer für "Das Labyrinth" unter anderen Papageno und Papagena ein.
Features
Fakten
Claudia Goll studierte Bühnen- und Kostümgestaltung an der Kunstuni Graz.
Seit 20 Jahren leitet sie die Grazer Kostümwerkstatt und ist somit auch Herrin über 150.000 Kostümteile.








