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BergKlangKristall für einen Jahrhundert-Volksmusiker
Der Eisenerzer Ferdinand "Ferdl" Wolthran (80) wurde von seinen Volksmusik-Kollegen am Samstagabend ausgezeichnet.

Foto © Johanna BirnbaumFerdl Wolthran, Jahrhundert-Volksmusiker aus dem Erzbergland
Er gehört zum Inventar, würde man flapsig sagen. Aber nicht zum normalen. Nein, er gehört zu den Kostbarkeiten der Region um den Erzberg. Zu den musikalischen. Doch bekannt ist Ferdinand "Ferdl" Wolthran in der gesamten Steiermark und über die Grenzen seines Heimatbundeslandes hinaus.
Der 80-jährige gelernte Tischler ist ein Volks- und Blasmusiker mit Leib und Seele. Seit 65 Jahren spielt er Klarinette und Saxophon, später kam auch die Oboe dazu. In Hieflau geboren, zog er mit zehn Jahren nach Eisenerz.
Schon mit seinem Vater Heinrich spielte er in jungen Jahren in einem Trio. Und da wurde schon der Grundstein für seine Bestimmung und seine Leidenschaft gelegt: die Musik. Im Orchester als Oboist und bei der Blasmusik, erst bei der Stadtmusik Eisenerz, seit Jahrzehnten bei der Bergmusikkapelle Eisenerz. Dort war er auch Kapellmeister. Jetzt ist er Ehrenkapellmeister und noch immer aktiv. Der zweifache Vater, fünffache Groß- und dreifache Urgroßvater, der mit Ehefrau Theresia seit 58 Jahren verheiratet ist und unheimlich gerne auf die Berge geht und Ski fährt, hat auch noch etwas ganz Besonderes: Er gibt sein Wissen und sein Können gerne an junge Kollegen weiter. Ein Umstand, der ihn beliebt macht und Nachwuchsmusiker in Bewunderung schwelgen lässt.
Wolthrans Kollegen aus der Volksmusikszene dankten ihm am Präbichl (Bezirk Leoben) auf besondere Weise: Einstimmig wählten sie ihn als Preisträger des BergKlangKristalls, der einen Jahrhundert-Volksmusiker auszeichnet. "Er ist immer da, wenn er gebraucht wird, ist mit Leidenschaft Volksmusiker und Musiker und uns allen ein großes Vorbild", fasste Helmut Stangl von der Stangl Blos zusammen.
JOHANNA BIRNBAUM








