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Mit Logik zum Sieg
Michael Missethan gewann die österreichische Mathematik-Olympiade.

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D ie kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten ist eine Gerade - das lernte jeder von uns in der Schule. Gerade, oder besser geradlinig, war auch der Weg des 17-jährigen Michael Missethan, der den ersten Platz bei der österreichischen Mathematik-Olympiade belegte. Wochenlang hat sich der Gymnasiast intensiv vorbereitet - mehrmals pro Woche beim Mathe-Freigegenstand in der Schule, bei einem Kurs an der Uni und zusätzlich jeden Tag zu Hause. "Ich hätte nie damit gerechnet, dass ich gewinne. Mein Ziel war es, unter die ersten sechs zu kommen, weil die an der Internationalen Mathematik-Olympiade in Argentinien teilnehmen dürfen."
Trotz des großen Erfolgs ist der Gleisdorfer bescheiden: "Der zweite Tag war echt schwer, da hab' ich die Beispiele gerade so zusammengebracht." Bei der Olympiade setzte er sich gegen 25 Teilnehmer aus ganz Österreich durch: "Die Konkurrenz war sehr hart. Da reichen kleine Fehler aus, um nicht weiterzukommen. Ich habe zwei gute Tage gehabt."
Doch warum Mathematik? "Ich habe mir immer recht leicht getan und schon in der Volksschule extra Beispiele zum Rechnen bekommen. Im Gymnasium hat meine Lehrerin Margit Wagner gesehen, dass ich talentiert bin, mich gefördert und bei Wettbewerben begleitet." Neben seiner Lehrerin sind natürlich auch seine Eltern sehr stolz: "Er schmälert seine Leistung immer, aber er hat wirklich viel für den Erfolg getan und ihn verdient."
Auch in Zukunft will er bei der Zahlenlehre bleiben und nach der Matura eventuell Technische Mathematik studieren. "Ich mag es, wenn ich zuerst einmal überhaupt keine Ahnung habe, wie ich die Beispiele vor mir lösen soll und überlegen muss, um selbstständig eine Lösung zu finden - ohne Vorlagen", erklärt der Olympionike seinen Ansporn fürs Enträtseln.








