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Der Eiserne mit Hang zu Edelmetall
Charly Kahr feiert heute seinen 80. Geburtstag. Die Gratulanten kommen aus aller Herren Länder.

Foto © APACharly Kahr
Mit dem Begriff Legende sollte man tunlichst sparsam sein. Und doch führt eben manchmal kein Weg daran vorbei. Wie bei Charly Kahr, der heute in seiner Heimatstadt Schladming seinen 80. Geburtstag feiert. Dass aus einem gelernten Maurer Österreichs bekanntester Skitrainer wurde, hat viel mit Konsequenz zu tun. Jener zu sich selbst und jener zu anderen. Das trug der Skination Österreich unter anderem siebenmal olympisches Edelmetall und 13 WM-Medaillen in seiner Zeit als ÖSV-Cheftrainer ein - und ihm den Beinamen "der Eiserne".
Dass sein Herz dabei stets ganz besonders für die Abfahrer schlug, ist kein Geheimnis. Klammer, Weirather und Co. waren "seine Buam" - und noch heute schwingt beinahe Vaterstolz mit, wenn es um deren Leistungen geht. Nicht nur um ihre sportlichen, sondern auch um jene im Leben, das war bei Kahr stets untrennbar verbunden. Fleiß, Geradlinigkeit und Charakterstärke. Das vermittelte er seinen Schützlingen; das prägte stets auch seinen Umgang mit den Menschen.
Seine eigene Karriere als Rennläufer beendete Kahr schon 1957 nach dem fünften Beinbruch. 1963 stieg er bei der ÖSV-Jugendmannschaft ins Trainergeschäft ein, von 1976 bis 1984 lenkte er als ÖSV-Cheftrainer die Geschicke der Skination. Eine Zeit, die ihm nicht nur unzählige Siege und Titel seiner Schützlinge eintrug, sondern auch unzählige enge Freundschaften.
Die wiederum wusste Kahr stets auch zum Wohle seiner Heimatstadt zu nutzen. Egal ob Weltcuprennen oder Ski-Weltmeisterschaften - Charly Kahr stellte sich stets in den Dienst der Sache, um Schladming seinen Platz im Skizirkus zu sichern. Die allererste Weltcupabfahrt lotste Kahr seinerzeit bei einem Abendessen mit FIS-Präsident Serge Lang ins Ennstal und auch bei den beiden Schladminger Weltmeisterschaften ließ der eiserne Charly weltweit seine Kontakte spielen.








