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    Zuletzt aktualisiert: 25.05.2012 um 05:34 UhrKommentare

    Kunst mit Augenzwinkern

    Der öffentliche Raum ist die Galerie des Bildhauers Martin Karlik.

    Der Künstler und seine Kunst: Martin Karlik mit dem "Stadtgespräch" und dem "Lesenden" in Bruck

    Foto © TOMASCHEK Der Künstler und seine Kunst: Martin Karlik mit dem "Stadtgespräch" und dem "Lesenden" in Bruck

    Lange Zeit, sagte Martin Karlik einmal, war er einfach zu feige, seine Werke auszustellen. Das hat sich grundlegend geändert. Nicht zuletzt dadurch, dass Karliks Skulpturen vor allem im öffentlichen Raum zu sehen sind.

    Einem größeren Publikum ist der Arzt aus St. Marein im Mürztal durch seine Skulptur "Stadtgespräch" bekannt geworden. Die beiden Bronzefrauen zieren seit 2006 den Hauptplatz von Bruck an der Mur und haben sich rasch den liebevoll-spöttischen Spitznamen "Tratschweiber" eingehandelt. Bereits drei Jahre zuvor war er mit dem "Reisenden" in Kapfenberg aufgefallen. Mittlerweile sind weitere Werke in Bruck und Kapfenberg dazugekommen, ebenso in St. Marein und St. Lorenzen im Mürztal, in Leoben, am Pogusch und der "Faun" im Grazer Landhaus.

    Künstlerisch geprägt hat den 59-Jährigen sein Onkel Walter Ritter, langjähriger Leiter der Bildhauerklasse an der Linzer Kunstschule. Karlik, der als Arzt viel Leid erlebt, lässt in seine künstlerischen Arbeiten gerne Humor und positive Gedanken einfließen. Bei allem Ernst, mit dem er sich der Kunst widmet, bewahrt er sich gerne ein Augenzwinkern - und gesteht dieses auch denjenigen zu, die seine Kunstwerke jahreszeitlich dekorieren wie den "Reisenden" oder die Haare färben wie der "Meerjungfrau" in Bruck.

    Die Bildhauerei nimmt fast die gesamte Freizeit des vierfachen Patchwork-Vaters in Anspruch. Den kargen Rest widmet er dem Sport. 40 Jahre Fußball haben zwar Spuren und ein kaputtes Kreuzband hinterlassen, "aber Schwimmen, Radfahren und vorsichtiges Laufen sind noch drin".

    ULF TOMASCHEK

    Fakten

    Martin Karlik, geboren 1952 in Wien, wuchs in Bruck auf, studierte Medizin in Graz. Er ist als Arzt in St. Marein/Mürztal tätig.

    Künstlerische Vorbilder sind sein Onkel Walter Ritter, Aristide Maillol, Michelangelo und Auguste Rodin als Theoretiker. Ferdinand Böhme (geb. 1967) aus dem Ausseerland ist für ihn der beste Bildhauer der Gegenwart.

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