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Forschung im Obstkorb
Komplexe Forschung einfach erklärt: Darin sind Didac Carmona und Maria Bauer Österreichs Meister.

Foto © HOFFMANN Maria Bauer und Didac Carmona erklären Forschung
D ie Zelle? Funktioniert wie eine Schokoladenfabrik! Und für das Wohl des ganzen Organismus begeht eine beschädigte Zelle schon einmal Selbstmord. Alles klar? Maria Bauer und Didac Carmona sind Meister darin, ihre komplizierten Forschungsfelder für Jedermann- verständlich zu erklären. Mit diesem Können und unter Einsatz von Luftballons und Obstkörben haben sie bei der österreichweiten Vorausscheidung des Famelab-Wettbewerbs triumphiert.
Bei Famelab haben junge Wissenschaftler die Chance, ihre Forschung möglichst publikumsfreundlich zu präsentieren - und das bei begrenzter Zeit und mit einfachsten Mitteln. "Die knappe Zeitvorgabe war die größte Herausforderung", erinnert sich Didac Carmona, dass er nur drei Minuten hatte, um sein Forschungsfeld, den zellulären Selbstmord, anhand von platzenden Luftballons zu erklären. Das reichte, denn er gewann in Wien gegen neun Mitbewerber und darf Österreich beim internationalen Finale im englischen Cheltenham gegen 20 Jungforscher aus der ganzen Welt vertreten. Eine besondere Ehre für den 31-Jährigen, der in Barcelona geboren wurde, in Deutschland Biochemie studierte und seit sieben Jahren am Mikrobiologie-Institut der Uni Graz forscht.
Ein Forschungsplatz, der Erfolg verspricht: Auch die Gewinnerin des Publikumsvotings, die gebürtige Wildonerin Maria Bauer, forscht im selben Labor wie Carmona. "Es ist wichtig, dass die Leute wissen, woran wir an der Uni arbeiten", sieht sie die Bedeutung der Wissenschafts-Kommunikation. Herkömmliche Präsentationstechniken wie Powerpoint waren nicht erlaubt, und so erklärte sie mithilfe eines Obstkorbs, wie sich Zellen durch "Selbstverdauung" verjüngen können - und so länger leben.








