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    Zuletzt aktualisiert: 21.04.2012 um 05:42 UhrKommentare

    Beherzt Unfassbares beschrieben

    Ines Hopfer-Pfister erhielt Staatspreis für Buch über die "Eindeutschung" von Kindern.

    Erhielt gestern Geschichte-Staatspreis: Ines Hopfer-Pfister

    Foto © FUCHS Erhielt gestern Geschichte-Staatspreis: Ines Hopfer-Pfister

    Es ist ein weiteres dunkles Kapitel aus der NS-Zeit, das die gebürtige Felbacherin Ines Hopfer-Pfister ans Tageslicht gebracht hat: die "Eindeutschung" polnischer Kinder in Österreich, konkret im Kinderheim "Alpenland" in Oberweiß bei Gmunden. Die Historikerin erhielt dafür gestern den Karl-von-Vogelsang-Staatspreis für Geschichte der Geisteswissenschaften verliehen, der nur alle zwei Jahre vergeben wird.

    Hopfer stieß auf das Thema, als sie an der Karl-Franzens-Universität ihre Diplomarbeit über jüdische Kindheit in der NS-Zeit verfasste. Es gab im Zuge der "Lebensborn"-Ideologie auch noch ganz andere kindliche Opfer des Regimes. In ihrer Dissertation untersuchte sie die geraubte Identität blond-blauäugiger polnischer Kinder, die gemäß Heinrich Himmlers Wahnideen zwangsweise "eingedeutscht" und dann zu Pflegeeltern gebracht wurden. "Die Kinder durften nur Deutsch sprechen, wurden streng überwacht und für kleinste Verfehlungen bestraft."

    Die Historikerin konnte mit damaligen Kindern sprechen und erfuhr, dass diese nach der Befreiung zum Teil ein zweites Trauma erlebten, als sie zwangsweise nach Polen repatriiert wurden - wo sie oftmals gar keine Verwandten mehr hatten. Es waren keineswegs Einzelfälle: Allein in Österreich dürften mehrere Tausend (!) Kinder untergebracht worden sein. Aus der Arbeit entstand ein berührendes Buch mit vielen Interviews, das im Böhler-Verlag erschienen ist. Für ihre Arbeit wurde sie unter anderem auch in Polen ausgezeichnet, wo das Thema (im Gegensatz zu Österreich) allgemein bekannt ist.

    Beruflich ist Hopfer-Pfister im Bereich der Kommunikation an der TU Graz tätig und verantwortet dort mehrere Publikationsreihen. Zum Forschen bleibt da wenig Zeit, obwohl sie schon eine nächste Idee wälzt: das Schicksal jugendlicher polnischer Zwangs-Dienstmädchen im Dritten Reich.

    NORBERT SWOBODA

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