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Die Musik ist sein Leben
Konrad Monsberger gibt den Taktstock nach 47 Jahren weiter.

Foto © Bettina Kucmicki
Konrad Monsberger (79) aus Allerheiligen bei Wildon ist Musiker mit Leib und Seele. Seit mittlerweile 47 Jahren ist er Kapellmeister der Ortsmusik Allerheiligen bei Wildon und damit längstdienender Kapellmeister im Bezirk Leibnitz. Am Karsamstag wird er sein 42. und zugleich letztes Osterkonzert dirigieren. Danach übergibt er sein Amt in jüngere Hände, und zwar in die seines Sohnes Gerhard.
Begonnen hat die musikalische Laufbahn des gebürtigen Kärntners (er lebt seit 52 Jahren in der Südsteiermark) mit 16 Jahren aus ganz pragmatischen Gründen. "Es war damals zu Ostern, die Auferstehung wurde musikalisch gefeiert, und die Musikanten bekamen schon um 4.30 Uhr Weihfleisch zu essen, wir jedoch erst um Mitternacht. Und da habe ich beschlossen, ein Instrument zu lernen", schmunzelt Monsberger. Um damals 240 Schilling kaufte er seine erste Posaune und nach kurzer Zeit spielte er auch schon das Bassflügelhorn in einer 9-Mann-Kapelle im Lavanttal.
1960 kam er nach Allerheiligen, 1965 übernahm er als Kapellmeister die Ortsmusik und schon 1967 war man beim ersten Wertungsspiel die einzige Kapelle, die ausgezeichnet bewertet wurde. Und die Ortsmusik blieb bis heute den hohen Ansprüchen Monsbergers gerecht, immer wieder zeigt man bei Wertungsspielen ganz groß auf.
Auch Monsbergers sechs Kinder sind allesamt hoch musikalisch, spielen in der Ortsmusik Allerheiligen mit. Drei sind sogar Berufsmusiker geworden. Beim diesjährigen Osterkonzert werden sie mit Solostücken ihren Auftritt haben. Ebenso wie Enkelsohn Christoph.
Fällt Konrad Monsberger die Amtsübergabe eigentlich schwer? "Einmal muss man ja aufhören. Die Kapelle wird immer jünger, braucht daher auch einen jüngeren Kapellmeister. Und ich bin ja auch nicht ganz weg, das passt schon so", schmunzelt der rüstige Bald-80-er.








