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    Zuletzt aktualisiert: 01.04.2012 um 05:09 UhrKommentare

    Er setzt auch privat voll auf Wasser-Kraft

    Christian Purrer war einst Wettkampfschwimmer, besaß eine eigene Schwimmschule und wollte schon immer Wasserkraftwerke bauen. Als neuer Chef des Energiekonzerns Estag hat er nun Gelegenheit dazu.

    "Ich will die Schöckl-Lifttrasse auch in fünf Jahren noch in 50 Minuten bewältigen", sagt der Hobbysportler und ASVÖ-Präsident

    Foto © GEPA"Ich will die Schöckl-Lifttrasse auch in fünf Jahren noch in 50 Minuten bewältigen", sagt der Hobbysportler und ASVÖ-Präsident

    Erst im dritten Anlauf hat es für Christian Purrer geklappt: Der gebürtige Grazer rückt mit heutigem Tag als Vorstandssprecher an die Spitze des Energie-Steiermark-Konzerns auf. Schon 2009 wäre er beinahe an der Seite von Oswin Kois Estag-Chef geworden. Doch die französischen Minderheitseigentümer wollten damals keinen Steirer. Und ein Jahr später wurde der Plan, Purrer als dritten Chef neben Kois und Olaf Kieser zu berufen, aus politisch-optischen Gründen fallen gelassen.

    "Das wäre damals ein falsches Signal gewesen", sagt Purrer heute. Er habe immer gewusst, dass "alles passen muss", um an die Spitze zu kommen. Diesmal hat alles gepasst. Dass der Bau des umstrittenen Grazer Murkraftwerkes zu seinen ersten Bewährungsproben zählen wird, ist ein bemerkenswerter Zufall. Denn Purrer ist studierter Bauingenieur, er wollte immer schon Wasserkraftwerke bauen.

    Nach dem Studium war er fünf Jahre lang Uni-Assistent am Grazer TU-Institut für Wasserbau. Dort ging es aber mehr um Hochwasser-Rückhaltebecken, weshalb er sich 1989 für die damalige Steweag-Bauabteilung bewarb. Doch das Kraftwerksprogramm kam just zu dieser Zeit, nach dem Bau des Murkraftwerks Fisching, zum Erliegen. Also widmete sich Purrer anderen Aufgaben: Er führte die Stromnetz-Abteilung (was für einen Bauingenieur bemerkenswert war), baute das Risikomanagement auf und gründete mehr oder weniger die Vertriebsabteilung. Der Vertrieb war für das einstige Monopolunternehmen völliges Neuland, weshalb der Techniker immer mehr zum Kaufmann mutierte.

    Olympische Weihen

    Purrer stammt aus einer Salzburger Familie mit ÖVP-Wurzeln, er selbst ist Wirtschaftsbund-Mitglied. Der Vater war Forstdirektor in der Landwirtschaftskammer. Bei vier Kindern war das Geld trotzdem knapp, Purrer musste neben dem Studium dazuverdienen. Schon damals setzte er voll auf Wasser-Kraft: Er war nicht nur Staffel-Staatsmeister im Schwimmen, sondern gründete seine eigene Schwimmschule und zählte sogar den späteren Olympiastarter und Weltklasse-Schwimmer Alexander Pilhatsch zu seinen Schützlingen.

    Dem Sport ist er seither treu geblieben - nicht nur als begeisterter Langläufer, Radfahrer und Bergwanderer, sondern auch als langjähriger Präsident des Sportverbandes ASVÖ. Diesen Job hatte schon der frühere Steweag-Chef Oskar Beer inne. Die Kombination Strom & Sport hat also Tradition. Bis 2015 ist Purrer als ASVÖ-Chef gewählt, und er ist willens, das Mandat weiter auszuüben: "Ich habe perfekte Mitarbeiter, die mich dort unterstützen. Und die Weiterentwicklung des Sports in unserem Land ist mir einfach ein Anliegen."

    Über die Herausforderungen im Energiekonzern hat er sich schon intensiv Gedanken gemacht. Demnach wartet auf uns in den nächsten Jahren eine technische Revolution, weil die alten Stromzähler durch elektronische "smart meter" ersetzt werden, mit denen man den Energieabruf viel exakter steuern kann. Der Konzern müsse vom Lieferanten zum Energiedienstleister werden, dürfe jedenfalls bei den neuen Entwicklungen nicht zuschauen, sondern müsse attraktive Angebote legen, tönt es aus der Chefetage.

    Privat wirkt Purrer bescheiden und unprätentiös, er wohnt mit Frau und Tochter in einem Reihenhaus in Graz-Mariatrost - übrigens in direkter Nachbarschaft zu Vorgänger Oswin Kois, der ebenfalls ein Reihenhaus bewohnt. Purrers privates Energie-Ziel: "Ich will in fünf Jahren die Schöckl-Lifttrasse noch immer in 50 Minuten bewältigen."

    ERNST SITTINGER

    Fakten

    Christian Purrer wurde 1955 in Graz geboren. Er ist verheiratet und Vater einer Tochter.

    Ausbildung: Akademisches Gymnasium (Matura 1973), Studium des Bauingenieurwesens an der Technischen Universität Graz, Assistent am Institut für Wasserbau.

    Berufliche Stationen: 1989 Eintritt in die Steweag im Bereich strategische Kraftwerksplanung. Dann verantwortlich für das Stromnetz. Ab 1996 Leiter des Energiemanagements, ab 2001 Prokurist und Estag-Vertriebsleiter. Ab 1. April 2012 Vorstandssprecher.

    Sport: Präsident des ASVÖ. Langläufer, Bergsteiger, Radfahrer.

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