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Thomas Pucher: In der Arbeit liegt die Kraft
Das LKH Salzburg wird nach den Plänen von Architekt Thomas Pucher ausgebaut. Ein weiterer Baustein in der Karriere des Grazers.
Tallinn, Gamlitz, Warschau, Graz, Tianjin, Jeddah in Saudi Arabien und jetzt Salzburg - die Städte, in denen nach den Plänen von Thomas Pucher gebaut wird, sind so bunt wie seine Auftraggeber und seine Werke. Während er in Gamlitz einen Markt für die Supermarktkette Spar geplant hat, steht in Jeddah der König von Saudi Arabien hinter dem Projekt - dem Hauptquartier der OIC (Organisation der Islamischen Konferenz).
Aktuell baut das LKH Salzburg einen Zubau mit einer Bruttogeschoßfläche von 89.000 Quadratmetern. Bis 2015 soll die erste Bauphase abgeschlossen sein. Auch hier stammen die Pläne von Thomas Pucher.
Vor acht Jahren hat er sein Atelier gegründet. Eine Zeit, in der es in der Steiermark viele Architekten gab, aber wenig gebaut wurde. "Da hast du als Junger wenig Chancen. Ich habe dann bei den interessantesten Wettbewerben mitgemacht, die ganz weit weg waren", so Pucher. Dass er den einen oder anderen gewinnt, damit hat er damals nicht gerechnet. Auch nicht, dass er einmal ein Konzerthaus in Warschau bauen wird oder eine Wohnanlage für 4000 Leute in der chinesischen Hafenstadt Tianjin.
Wo hat Pucher die Inspiration für seine Entwürfe her? "Von der Arbeit. Ich arbeite viel und intensiv, aber daraus schöpfe ich auch Kraft. Und aus der Internationalität: Dadurch wird man viel von anderen Kulturen beeinflusst."
Derzeit floriert der Heimatmarkt: Neben Salzburg entsteht auch ein Schulzentrum in Amstetten. Und in der Heimatstadt Graz? "Da gibt es seit Kurzem ein positives Klima für gute Architektur." Und bald neue Pucher-Projekte.
Features
Fakten
Thomas Pucher wurde 1969 geboren. Nach der HTL studierte er in Graz Architektur, gründete 1998 "love architecture and urbanism" und 2005 das "Atelier Thomas Pucher".
Zahlreiche internationale Preise und Projekte von Warschau über Judenburg bis Riad.








