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Keine Partie wie die andere
Mit 10 Jahren begann ihre Schachkarriere, heute ist Eva Moser Staatsmeisterin der Damen und Herren, und hat noch immer Ziele vor sich.

Foto © Erwin ScheriauAm Schachbrett ist sie Königin: Eva Moser ist die Nummer 1 im österreichischen Damenschach
Im Salzburgischen Tamsweg geboren, in Kärnten aufgewachsen und mit 18 Jahren nach Graz übersiedelt, wo auch heute noch ihr Lebensmittelpunkt liegt - der Begriff Heimat lässt sich da vielleicht noch am besten mit dem Platz am Schachbrett definieren. Dort holte Eva Moser nun den Staatsmeistertitel der Damen, eine Kür für sie, da sie schon im Jahr 2006 als erste Frau Staatsmeisterin der allgemeinen Klasse wurde. "Das war für mich der bedeutendste Erfolg, das als Frau zu schaffen", kennt Moser in ihrer 18-jährigen Schachhistorie die Höhepunkte.
Mit 10 Jahren und der unverbindlichen Übung Schach im Gymnasium begann die gemeinsame Geschichte von Moser und den 32 schwarzen und weißen Figuren. Es folgte eine Erfolgsgeschichte mit acht Jugendstaatsmeistertiteln und Auftritten bei EM, WM und Olympia. Der Weg zur ersten Großmeisterin Österreichs war von hartem Training begleitet, und auch heute noch trainiert die 28-Jährige bis zu sechs Stunden am Tag.
Training bedeutet für sie vor allem, Theorie zu lernen. "Die ersten 15 bis 20 Züge eines Spiels lernt man auswendig, da setzen die Spieler in Sekundenschnelle, ohne nachzudenken", erzählt Moser aus der Spielpraxis. Auch die nachträgliche Analyse ist essenziell, und hier hat Moser auch die einzigen Probleme, vom Schach abzuschalten. "Wenn eine Partie nicht gut läuft, beschäftigt mich das oft sehr lange".
Romantisieren will Eva Moser ihre Beziehung zum Schach nicht: "Ich spiele Schach, weil ich es gut kann." Eine Faszination bleibt jedoch, nämlich die unendlichen Möglichkeiten, die das Spielbrett mit den 64 Feldern bietet: "In den Tausenden Partien, die ich bereits gespielt habe, habe ich noch nie eine Partie zweimal gespielt", sagt Moser.
Ihr BWL-Studium hat Moser abgeschlossen und will in den nächsten Jahren dabei bleiben, was sie am besten kann: Schach spielen. Das Ziel ist auch schon definiert: Großmeisterin der allgemeinen Klasse werden. Damit würde sie sich unter die Top 10 der Welt spielen. Der Begriff Heimat bräuchte dann wohl wieder eine neue Bedeutungsnuance.









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