Negativer AsylbescheidMurau kämpft gegen Abschiebung einer Familie

Zwei der drei Kinder stehen vor der Erstkommunion, die Eltern arbeiteten bei der Gemeinde mit, doch die Armenier bekommen kein Asyl. Jetzt kämpfen engagierte Murauer darum, dass die Familie bleiben darf.

Flüchtlingsfamilie zittert vor Abschiebung © privat
 

Tochter Karine (11) nimmt seit eineinhalb Jahren Klavierunterricht, singt im Schulchor mit und bereitet sie sich gerade mit ihrem jüngeren Bruder auf die Erstkommunion vor, die die beiden zu Christi Himmelfahrt empfangen sollen. Mama Ofelya Asatryan ist auch als Tischmutter in der Pfarre aktiv und betreut eine Kindergruppe auf dem Weg zur Erstkommunion. Doch nun muss die fünfköpfige armenische Christenfamilie, die noch ein eineinhalb Jahre altes Kind hat, bangen, ob sie bei der Erstkommunion überhaupt noch im Land ist. Seit Anfang der Woche haben sie einen negativen Asylbescheid in zweiter Instanz in Händen.

Musiklehrerin Andrea Ertlschweiger, die Karine das Klavierspielen kostenlos beibringt, will das nicht hinnehmen: „Diese Familie ist seit zehn Jahren auf der Flucht und lebt schon seit Jahren gut integriert bei uns in der Gegend.“ Es wäre ein Frevel, diese Menschen aus ihrer neuen Heimat abzuschieben, kämpft Ertlschweiger via Online-Petition für ein humanitäres Bleiberecht für die Asatryans.

"Menschlich ein Wahnsinn"

Die Lehrerin hat viele Unterstützer in der Gemeinde. Pfarrer Thomas Mörtl ortet ein Versagen der Asylpolitik, „wenn Kinder ihr ganzes Leben bei uns verbringen, schon reden wie Einheimische und die älteste in die zweite Klasse der NMS geht.“ Wozu solle man diese Familie dann noch abschieben, fragt der Pfarrer. Auch Muraus Bürgermeister Thomas Kalcher hielte es menschlich gesehen für einen Wahnsinn, diese Menschen einfach abzuschieben: „Die Eltern haben bei mit in der Gemeinde gearbeitet, die Kinder sind bestens integriert. Auch wenn man den Rechtsstaat nicht infrage stellen darf, aber hier sollte man eine Lösung suchen“, will er sich nun auch einschalten.
Die Online-Petition kann man hier unterstützen.

Kommentare (5)

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Oberwoelzer
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Abschieben

Eine integrierte Familie abschieben ist nicht richtig ,Vater und Mutter arbeiten bei der Gemeinde ,die Kinder sind integriert.
Man soll lieber die umher streunenden jugendlichen Asylanten die sich in keinen Fall integriere wollen abschieben.Dann können unsere Töchter auch Abends wieder ohne Angst ausser Haus gehen.......

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tannenbaum
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Interessanterweise wollen sich jene Menschen, die keine Asylberechtigung haben, scheinheilig immer gut und schnell Integrieren! Und dann jammern alle, wenn sie endlich abgeschobenen werden sollen. Aber gut, wenn jemand die Kosten und die Verantwortung für diese Menschen übernimmt, sollen sie bleiben, wenn im Gegenzug tausend Asylberechtigte, die sich nicht in unsere Gesellschaft einfügen wollen, sofort abgeschoben werden!

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beky
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Ich verstehe da etwas nicht!

Wo hat diese armenische Familie gelebt und warum mußten sie flüchten? Und wenn sie nicht direkt aus Armenien kommen, warum sind sie dann nicht ins sichere Armenien geflüchtet. Armenien ist für Mitteleuropäer ein beliebtes Reiseland, also kann es als sicheres Land bezeichnet werden.

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beky
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Was ist an meinem Posting falsch?

Liebe Nachuntendäumlinge,
was ist an meinem Posting falsch oder was ist daran abzulehnen? Zuerst nur eine wertfreie Frage, weil der KZ-Artikel völlig informationslos war. Dann die Frage, warum Armenier nicht lieber im Land Armenien unter Armeniern leben wollen, noch dazu, wo Armenien ein christliches und sicheres Land und eine beliebte Reisedestination ist. Ich verstehe euch leider einfach nicht.

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walter1955
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für was

so leid es mir tut,für was haben wir Gesetze

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