Special OlympicsSchneeschuhlauf zu Vuvuzela-Klängen

Bei strahlendem Sonnenschein und zweistelligen Plusgraden fanden am Montag die Finali in den Schneeschuhbewerben in der Ramsau statt. Entsprechend ausgelassen war die Stimmung bei Teilnehmern, freiwilligen Helfern und Zuschauern.

SPECIAL OLYMPICS WINTERSPIELE 2017: SCHNEESCHUHLAUFEN/ STADELWIESER (AUT) , POINTNER (AUT)
Werner Josef Stadelwieser jubelte gemeinsam mit dem ehemalige Skisprungtrainer Alexander Pointner über Silber im Schneeschuhlauf © APA/BARBARA GINDL
 

Gleich in der Früh gab es bei den Special Olympics in Schladming und Ramsau zwei Medaillen für Österreich. In zwei unterschiedlichen "Divisionen", die den jeweiligen Möglichkeiten der Sportlerinnen und Sportler entsprechen, lief der gehörlose Wiener Martin Schmid zu Gold und der junge Tiroler Werner Josef Stadelwieser zu Silber. Stadelwieser hatte bis kurz vor dem Ziel sogar geführt, musste sich schließlich aber Kai Chong Chu aus Macau geschlagen geben.

Der sichtlichen Freude der beiden Österreicher und ihres persönlichen Trainers Paul Mennel tat das freilich keinen Abbruch. Mennel lobte  die Laufkonstanz seiner beiden Schützlinge über die ziemlich anspruchsvolle Distanz. Manche der Rennläufer überquerten die Ziellinie mit einem derartigen Schwung, dass die dahinter stehenden Journalisten und Kameraleute gerade noch ausweichen konnten. Auch vor dem Start herrschte bei den Sportlern vor den einzelnen Gruppenfinali so große Euphorie, dass es immer wieder auch den einen oder anderen Fehlstart gab. Dann ging es noch einmal zurück. Denn auch bei den Special Olympics dürfen bei allem Familienfestcharakter gewisse Wettbewerbsregeln nicht fehlen.

 

Special Olympics: Edelmetall im Schneeschuhbewerb

Martin Schmid jubelte ausgelassen über seine Goldmedaille im Schneeschuhlauf über 800 Meter

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Auch Reporterlegende Sigi Bergmann war bei der Siegerehrung der Schneeschuhläufer in der Ramsau zu Gast

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So sehen Sieger aus: (v.l.) Werner Josef Stadelwieser (AUT/2.Platz). Martin Schmid (AUT/1.Platz), beim Schneeschuhlauf-Bewerb über 800 m bei den Special Olympics Winterspielen 2017

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Reem Albalooshi aus den Arabischen Emiraten holte in perfekter Technik Gold beim Schneeschuhlauf-Bewerb über 25 Meter

APA/BARBARA GINDL
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Im Teilnehmerfeld finden sich zahlreiche Sportlerinnen und Sportler aus Ländern, die in den Medien sonst eher mit Katastrophenmeldungen vorkommen - Syrien, Irak, Libanon, um nur Beispiele zu nennen. Bei den Special Olympics ist alles anders. Hier wird die Israelin Pele Albudy hinter der aus den Vereinigten Arabischen Emiraten kommenden Reem Albalooshi Zweite. Nach dem Zieleinlauf wird umarmt, gelacht - bei den Frauen fast noch ein bisschen mehr als bei den Männern und Burschen.

Der älteste Sportler

Im letzten Gruppenbewerb wieder zwei Österreicher. Hier landet der 66-jährige Josef Baranyai zwischen zwei Russen auf dem Stockerl. Baranyai ist einer der ältesten Sportler bei den diesjährigen Special Olympics. Er braucht für die 25 Meter mit seinen Schneeschuhen gerade einmal zwölf Sekunden. Die Silbermedaille verdankt Baranyai zwei Läufern, die beide mit Zeiten unter acht Sekunden ins Ziel sausten und damit wegen zu großen Zeitunterschieds zwischen Vorläufen und Finalen - die Grenze sind laut Wettbewerbsregel 15 Prozent - aus der Gruppenwertung genommen wurden.

Die kleinsten Fans kamen aus dem Ramsauer Kindergarten. Sie waren nicht nur mit den obligatorischen Herzen mit der Aufschrift "Welcome" und Good Luck" ausgestattet, sondern auch mit quäkenden Mini-Vuvuzelas, von denen auch begeistert Gebrauch gemacht wurde.

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