Projekt EdelseegasseZehn Millionen Euro rinnen in den Umbau der Schule

Nach jahrelangen Bemühungen gibt es nun grünes Licht seitens des Landes für das Schulprojekt in der Hartberger Edelseegasse. Das zehn Millionen teure Unterfangen bringt jedoch auch einiges an Diskussionspotenzial in den Gemeinderat.

Bei der vergangenen Gemeinderatssitzung stand das Schulprojekt Edelseegasse auf der Tagesordnung
Bei der vergangenen Gemeinderatssitzung stand das Schulprojekt Edelseegasse auf der Tagesordnung © Barbara Kahr
 

Der Startschuss für die Sanierung des Schulgebäudes in der Edelseegasse in Hartberg ist gefallen. Zu planen begonnen hatte man bereits im Jahr 2009, doch erst vergangene Woche kam die Zusage seitens des Landes.

Das Gebäude soll laut Bürgermeister Marcus Martschitsch (VP) komplett saniert werden. "Das Haus ist in wahrlich keinem guten Zustand mehr, da hilft nur eine Komplettsanierung", sagt der Bürgermeister. Zusätzlich ist ein Zubau geplant, in dem eine Aula für alle Schulen im Gebäude gebaut werden soll.

Alles in allem soll ein sogenannter Schulcluster entstehen. Hierbei handle es sich, laut Martschitsch, um mehrere Schulen, die sich zu einem Verbund zusammenschließen.

Im Sommer will der Gemeinderat mit den Bauarbeiten, die insgesamt eineinhalb Jahre dauern werden, starten. Ob die Schüler unter dem Schuljahr für eine Zeit lang in Containerklassen ausweichen müssen, steht noch offen.

Reichlich Diskussionspotenzial

Als ersten Schritt werde man nun eine Vergabekommission bilden und eine EU-weite Vergabe für das zehn Millionen Euro teure Projekt ausschreiben.

Doch schon bei der Frage, wer alles einen Sitz in der Kommission haben werde, gab es bei der vergangenen Gemeinderatssitzung  Meinungsverschiedenheiten zwischen den Parteien.

Ursprünglich war geplant, dass alle Personen des HSI-Aufsichtsrates gemeinsam mit Michael Horvath vom Bildungsausschuss und Herbert Lechner (FP) die Kommission bilden. "So wären alle Parteien im Gremium und als Vertreter für den Bildungsbereich hätte man Horvath", begründete Martschitsch die Idee.

Nun sorgen jedoch drei Aufsichtsräte, die aus unterschiedlichen Gründen nicht in diese Kommission wollen, für Zündstoff. Zwar boten sich schnell Nachfolger an, dennoch beharrten manche Gemeinderäte hartnäckig auf den Aufgaben und der Verantwortung die ein Aufsichtsratsmitglied habe und somit Mitglied dieses Gremiums sein sollte. Dies wurde letztendlich auch so mit den Stimmen der SPÖ, Grüne, FPÖ und Robritschko-Gruppe beschlossen. 

Genaueres will man nun am Aschermittwoch in einer weiteren Sitzung festsetzen. "Wir wollen alle das Projekt auf Schiene bringen", sagt Christoph Wallner (Grüne).

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