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Angebot hängt davon ab, was gespendet wird

Die Caritas eröffnet morgen um 9 Uhr in Hartberg ihren ersten Solidarmarkt. Menschen mit geringem Einkommen können darin von Herstellern und Supermärkten gespendete Lebensmittel günstig kaufen.

© APA
 
Mit dem neuen Solidarmarkt, der morgen in Hartberg erstmals aufsperrt, betritt die steirische Caritas Neuland. "Wir sind, wie schon zuvor mit unserem Beschäftigungsprojekt ,Integration durch Arbeit' ein Pilotprojekt", sagt Andrea Fiala von der Caritas in Hartberg. Seit Tagen baut sie mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an der Einrichtung für das Geschäft in der Michaeligasse, das eigentlich zwei Geschäfte ist.

Gebrauchte, günstige Kleidung. "Im vorderen Bereich haben wir unseren Carla", erklärt Fiala. Der "Carla", die Abkürzung für "Caritas Laden", ist ein Second-Hand-Geschäft für Bekleidung. Im Gegensatz zum Solidarmarkt, der im hinteren Bereich eingerichtet ist, kann im "Carla" jeder günstig gebrauchte Kleidung erwerben. Im Solidarmarkt hingegen gibt es gewisse Einkommensgrenzen (siehe Infokasten), um einen Einkaufspass, der zum Einkaufen berechtigt, ausgestellt zu bekommen. Außerdem ist die Zahl der Einkäufe auf maximal drei pro Woche beschränkt, jeder Einkauf darf nicht mehr als zehn Euro kosten.

Zwei Drittel billiger. Das man mit dieser Summe im Solidarmarkt durchaus auskommen kann, liegt daran, dass die Waren um rund zwei Drittel billigen sind als in herkömmlichen Geschäften. "Wir bekommen die Waren gespendet, wobei es uns ein Anliegen ist, dass sie wegen der kurzen Wege von lokalen Firmen kommen", sagt Fiala: "Es würde für uns beispielsweise wenig Sinn machen, wegen Klopapierrollen nach Kärnten zu fahren." Andererseits sei dadurch aber das Angebot im Solidarmarkt davon abhängig, was gerade gespendet wurde. Fiala: "Bis auf Brot und Gebäck wird es bei uns wahrscheinlich eher wenige Grundnahrungsmittel geben, die lange haltbar sind, weil diese weniger gespendet werden."

Erfahrungswerte. In den ersten Wochen wolle man Erfahrungswerte gewinnen. "Wir stellen die Einkaufspässe aus, zudem haben wir ein kleines Stehcafé im Laden - da werden wir von unseren Kunden schon ihre Anliegen hören", hofft Fiala auf Rückmeldungen. Bislang habe sie nur positive Stimmen gehört, als bekannt geworden sei, dass die Caritas den Sozialmarkt in Hartberg einrichten wird. Fiala: "Ich habe auch von den Firmen, bei denen wir um Warenspenden angefragt haben, erst eine Absage bekommen."

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