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Wieder Käufer für Gästehaus gesucht

Auf Kauf folgt Verkauf. Auf diese Kurzformel lassen sich die Pläne der Stadtwerke mit dem Gästehaus am Hartberger Ring bringen.

 
Als bei der finanziellen Flurbereinigung im Zuge des Bawag-Desasters das Erholungsheim der Gewerkschaft Agrar, Nahrung und Genuss auf der Hartberger Höhe zum Verkauf stand, griff Stadtwerkedirektor Reinhard Fink kurz entschlossen zu. Im Jänner des Vorjahres erwarb die Bau- und Immobilien GmbH, ein Tochterunternehmen der Stadtwerke, die Liegenschaft in absoluter Top-Lage mit Panoramablick über Hartberg.

Zum damaligen Zeitpunkt zeigte Fink noch einen ungebremsten Tatendrang bezüglich der Verwertung des Hauses. Die Palette der betriebsintern diskutierten Pläne reichte von luxuriösen Eigentumswohnungen über den Umbau in eine Rehabilitationsklinik bis zur Nutzung für betreutes Wohnen. Aber auch ein Hotelbetrieb wurde angedacht.

Hotelbetreiber. Fink selbst wäre glücklich, würde sich in letzter Minute noch ein möglicher Hotelbetreiber finden lassen, da seines Erachtens Hartberg ein gut geführtes City-Hotel durchaus brauchen könnte. Der Klumpfuß dabei ist die bestehende Größe des Objektes. "Wir haben uns in der Branche umgehört. Mit den knapp 60 Betten, die man offerieren könnte, ist das Haus in einer ausgesprochen dummen Größenordnung. Um es wirtschaftlich gut führen zu können, ist es einerseits zu groß und andererseits wiederum zu klein", konstatiert der Stadtwerke-Boss. Nur mit einem zusätzlichen Bettentrakt sei eine Rentabilitätssteigerung zu erzielen.

Wieder verkaufen. Wollte man das Haus als Drei-Sterne-Hotelbetrieb führen, so könnte man es laut Fink innerhalb eines Monats aufsperren. Das Haus sei relativ kurz vor dessen Verkauf noch generalsaniert worden.

Offene Frage. Da mittlerweile auch die Pläne für eine Reha-Klinik wie für betreutes Wohnen vom Tisch sind, bleibt schlussendlich für die Stadtwerke nur mehr ein Verkauf übrig. Der Entschluss sich vom "schönstgelegenen Haus in ganz Hartberg" - so Fink im O-Ton beim Kauf - wieder zu trennen, steht faktisch fest. Einzige offene Frage ist noch das Wie. In der Chefetage der Stadtwerke brütet man darüber, das Objekt in Eigentumswohnungen umzubauen und diese dann stückweise zu verkaufen oder das Haus en bloc abzustoßen.

Ernsthafte Interessenten. Fink selbst favorisiert den Gesamtverkauf, obwohl sich bei Eigentumswohnungen wahrscheinlich ein höherer Gewinn erzielen ließe. "Es gibt bereits einige ernsthafte Kaufinteressenten für die gesamte Liegenschaft wie sie liegt und steht", sagt Fink. Vergessen wird er dabei aber auch nicht auf die Stadtgemeinde. Auch ihr will Fink die Top-Immobilie zum Kauf anbieten.

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