Offiziere rittern um Chefposten
Das Sesselrücken im Bundesheer kann beginnen. Im Herbst wird ja Streitkräftekommandant Günter Höfler (59) seinen neuen Posten als Leiter der österreichischen Militärvertretung in Brüssel antreten. Um die Nachfolge des Steirers als höchster Truppenoffizier stellt sich eine ganze Reihe von Bewerbern an.

Foto © ROMBOLD Ein Favorit: Robert Prader
Die besten Chancen werden dabei jenen Spitzenoffizieren eingeräumt, welche die "neue Generation" im Heer repräsentieren: um die 50 Jahre alt, fortschrittlich und mit reichlich Auslands- und Einsatzerfahrung. Der Tiroler Brigadier Robert Prader (52), 2008 Befehlshaber über eine multinationale Brigade im Kosovo, ist so ein heißer Kandidat. Ebenso der Niederösterreicher Brigadier Karl Pronhagl (50), derzeit im EU-Hauptquartier in Ulm stationiert. Beide sind nicht politisch punziert, im Gegensatz zu Generalmajor Karl Schmidseder, der als Vertrauensmann von Verteidigungsminister Norbert Darabos (SP) aber auch gute Karten hat.
Nur Außenseiterchancen gibt man dem früheren steirischen Militärkommandanten Generalmajor Heinrich Winkelmayer, der aber weiter Stabschef der Streitkräfte bleiben dürfte. Wer auch immer "übrig bleibt" - 2013 sind ja noch die Stühle dreier Sektionschefs und des Generalstabschefs neu zu besetzen.
Plangemäß stünde in einem Jahr auch wieder die Airpower in Zeltweg auf dem Programm. Es werden zwar schon erste Vorarbeiten geleistet, einen offiziellen Auftrag des Ministers gibt es aber noch nicht. Heeresintern hört man immer öfter, dass es 2013 doch nichts werden könnte mit der Flugschau: Zu personalintensiv und zu teuer sei das Spektakel, der Zwei-Jahres-Rhythmus sei auf Dauer kaum einzuhalten. Die Ski-WM nächstes Jahr in Schladming komme daher sehr gelegen, zumindest 2013 eine Pause einzulegen.








