Weichen im Betriebsrat gestellt
Weichenbauer der VAE Zeltweg und benachbarte Sandvik wählten Vertretung. FSG-Listen vorne.
Mit der VAE Zeltweg und der benachbarten Sandvik haben diese Woche zwei der wichtigsten Firmen der Region ihre Betriebsräte gewählt. Und in beiden Unternehmen behielt die Fraktion sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG) die Oberhand.
Bei den Arbeitern der VAE trat die Liste von Alois Madenberger alleine an: "Das ist schon das zweite Mal hintereinander, dass es keine andere Liste gibt, das hat es in der Geschichte der Firma noch gar nicht gegeben", sagt Madenberger. Er wertet es als Zeichen des Vertrauens der Belegschaft, die wegen der Zusammenarbeit von Betriebsrat und Unternehmensführung "die Krise gar nicht gespürt" habe. Madenberger freut sich über eine relativ hohe Wahlbeteiligung von fast 85 Prozent. Von 406 Wahlberechtigten haben 343 gewählt, davon stimmten 308 für Madenberger, der Rest wählte ungültig.
Bei den Angestellten gibt es keine Verlierer. Sowohl die FSG-Liste von Gerald Pirkopf als auch die Überparteiliche Liste Zeltweg (ÜLZ) von Herbert Klein verzeichneten leichte Stimmengewinne. Die Mandatszahl blieb gleich: Vier Sitze für die Liste Pirkopf, zwei für ÜLZ. "Mich freut die hohe Wahlbeteiligung von 86,5 Prozent", sagt Pirkopf.
Wahl bei Sandvik
Unter umgekehrten Vorzeichen lief die Wahl bei Sandvik, dem Hersteller von Gesteinsbearbeitungsmaschinen. Hier trat bei den Angestellten John Berdev mit seiner FSG-Liste alleine an und holte mehr als 90 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp 82 Prozent.
Um gut vier Prozentpunkte niedriger war die Beteiligung bei den Arbeitern. Die FSG-Liste von Betriebsratschef Siegfried Simbürger hatte mit der Liste ÜLZ einen Mitbewerber, die Mandatsverteilung blieb mit 5:2 aber gleich wie bei der Wahl 2008.








