"Es schaut gut aus"
Eurofighter, Airpower, 950 Mitarbeiter: Kasernenkommandant Pekovsek sieht Hinterstoisser inmitten von Schließungsgerüchten abgesichert.
Debatten um einen Verkauf der Abfangjäger sind verdunstet wie Kondenswasser. Wohl Hauptargument, dass der Fliegerhorst Hinterstoisser in Zeltweg sich in Zeiten, in denen die Schließung von Kasernen Thema ist, nicht vorne anzustellen braucht. Die undurchsichtigen Vorgänge rund um die Beschaffung der Jets wie die Kostenexplosion des Ausbaues sind Munition für andere Baustellen.
"Für Zeltweg schaut es gut aus, wir verspüren keine Ängste", unterstreicht Oberst Edwin Pekovsek diesen Eindruck. Der Kasernenkommandant und Chef des Fliegerabwehrbataillon 2 sah den Standort nie in Frage gestellt. Dennoch, auch Hinterstoisser wird Wege finden müssen, beim Sparplan von 600 Millionen Euro jährlich mitzumarschieren. Alles eine Frage der Aufgabenstellung. Einsatz rund um die Uhr heißt entsprechend mehr Mittel. "Das Entscheidende ist das Personal", so Pekovsek. Und der aufwendige Flugbetrieb mit Grundwehrdienern nicht zu bewerkstelligen: "Dafür braucht man Profis."
Eingerückt
Grundwehrdiener stehen natürlich trotzdem habt acht. 120 sind im Februar eingerückt, die "Altmannschaft" zählt 250 Mann. Zehn verschiedene Dienststellen mit jeweils eigenen Aufgabenbereichen sieht das System Heer derzeit für den Fliegerhorst vor. Und mit rund 950 Bediensteten stellt er das stärkste "Bataillon" an Arbeitskräften in der Region. Überhaupt darf man ihn als Sonderfall betrachten. Wegen der Eurofighter inklusive Wetterstation, wegen massentauglicher Veranstaltungen wie Airpower. Es gilt, die Einschätzung von Regionalökonom Michael Steiner, Kasernen einen eher vernachlässigbaren Wirtschaftsfaktor zu attestieren, anders zu beleuchten.
Anders bleibt Zeltweg vorerst auch kulinarisch. Alle anderen "finalisieren" schon Zentralküchenkost, der für seine beliebte Küche bekannte Fliegerhorst rührt noch im eigenen Gulasch. Weinbeuschel mit Knödel hat Oberst Pekovsek gestern gespeist. Und falls es jemandem die Innereien verrenkt haben sollte - ein Krankenrevier mit 20 (!) Betten ist ebenso vorhanden.







