Dieses Silber glänzt wie Gold
Größter Erfolg seit 20 Jahren für Eishockey-U13-Nationalteam mit dem Steirer Marco Kuntze.
EISHOCKEY. Mehr Eishockey geht nicht: zehn Tage, zehn Spiele, und am Ende Silber, das glänzt wie Gold: Das österreichische U13-Nationalteam netzte beim jüngst zu Ende gegangenen weltweit größten Nachwuchsturnier im kanadischen Quebec, der inoffiziellen WM, den größten Erfolg seit 20 Jahren ein. Mit dabei der einzige Steirer im Team: Flügelstürmer Marco Kuntze aus der Gemeinde Maria Buch-Feistritz, hart an der Grenze zur Eishalle Zeltweg.
Nur kurz war der Dämpfer nach der 1:5-Niederlage im Finale gegen die P.E.I. Rockets - als im Collisee vor einer 10.000 Zuschauer starken Kulisse der Pokal überreicht wurde, war klar: Hier wurde Großartiges erreicht. Daran lässt Teamleiter Ernst Groß, seit 20 Jahren Organisator, keinen Zweifel. Und Papa Jörg Kuntze, in Kanada natürlich live dabei, analysiert: "Auch ein Turniersieg wäre möglich gewesen, die Chancen waren da."
Einerlei, mit strahlenden Gesichtern drehten die jungen Cracks ihre Ehrenrunde. Marco Kuntze hat zum Erfolg mit fünf Assists und vier Toren beigetragen. Wer weiß, welche Scouts großer Vereine da ihre Bleistifte gezückt haben... Das große Ziel für den Hauptschüler heißt natürlich NHL, schneidig unterwegs auf den Spuren seines Lieblingscracks Alexander Owetschkin, Kapitän der Washington Capitals.
Zunächst bleibt Marco Kuntzes sportliche Heimat der KAC, wo er bereits mit der U15 trainiert. Ab Sommer steht dort tägliches Training am eisigen Stundenplan. Deshalb die Überlegung für Familie Kuntze, komplett mit Mama Birgit und Bruder Clemens, die vierte Klasse in Klagenfurt unter den Helm zu bringen. "Derzeit ist ungewiss, wie es weitergeht", so Jörg Kuntze. Die Gedanken schlittern aber schon Richtung Schweden. Mindestens ebenso unergründlich ein "Befriedigend" im Semesterzeugnis. In Turnen nämlich.
BETTINA OBERRAINER









