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    Zuletzt aktualisiert: 24.11.2011 um 21:03 UhrKommentare

    Zellstoff Pöls heizt jetzt 15.000 Haushalten ein

    Feierliche Eröffnung der Fernwärme- Leitung, die Betriebe und Haushalte im Raum Judenburg, Zeltweg und Aichdorf versorgt. 18 Millionen Euro flossen in das Projekt.

    Wer hat am Stellrad gedreht? Johann Seitinger, Siegfried Gruber (Zellstoff Pöls), Manfred Wehr (Stadtwerke Judenburg), Jakob Edler (Bioenergie GmbH), Siegfried Schrittwieser, Manfred Peischler (Zellstoff Pöls), Harald Kogler (Kelag), Vorstand Kurt Maier, Franz Voves und Alfred Heinzel, Eigentümer der Zellstoff Pöls (von links)

    Foto © Josef FröhlichWer hat am Stellrad gedreht? Johann Seitinger, Siegfried Gruber (Zellstoff Pöls), Manfred Wehr (Stadtwerke Judenburg), Jakob Edler (Bioenergie GmbH), Siegfried Schrittwieser, Manfred Peischler (Zellstoff Pöls), Harald Kogler (Kelag), Vorstand Kurt Maier, Franz Voves und Alfred Heinzel, Eigentümer der Zellstoff Pöls (von links)

    Wissen Sie, womit die Großbetriebe VAE und Sandvik oder das Bundesheer in Zeltweg in Zukunft bald beheizt werden? Mit Abwärme der fast 20 Kilometer entfernten Zellstoff Pöls AG. Und nicht nur das: Auch in rund 15.000 Haushalten im Raum Judenburg, Zeltweg und Aichdorf wird künftig mit Energie geheizt, die lange Zeit ungenützt in die Luft geblasen wurde. Jeder kann sich ausmalen, dass bei jährlich zwei Millionen verarbeiteten Festmetern Holz enorme Energie frei wird. Pöls versorgt bereits seit dem Frühjahr rund 50.000 Haushalte mit Ökostrom aus erneuerbarer Energie, jetzt kommt das Fernwärmeprojekt dazu.

    Stellrad

    Obwohl derzeit am insgesamt 18 Kilometer langen Leitungsnetz noch letzte Arbeiten erfolgen und die Leitung erst am 5. Dezember gespeist wird, gab es bereits gestern einen großen Eröffnungsfestakt im Festsaal der Hauptschule. Zellstoff-Pöls-Vorstand Kurt Maier und Landeshauptmann Franz Voves drehten die Leitung mit einem Stellrad symbolisch auf. Ob Voves oder die ebenfalls anwesenden Landesräte Siegfried Schrittwieser und Johann Seitinger: Für alle hatte Maier Dankesworte übrig. "Sie sind vom Beginn des Projektes an hinter uns gestanden, das hat sehr geholfen." Voves wiederum bedankte sich bei Eigentümer Alfred Heinzel: "Was hier investiert wurde und wie sie zu diesem Standort stehen, ist nicht selbstverständlich." Seitinger stellte in Wien als Chef des Kommunalkredit-Förderbeirates die Weichen für 3,6 Millionen Förderungen: "Bei so viel Geld für ein Projekt tut man sich als Steirer in Wien normalerweise schwer: Aber dieses Vorhaben war so überzeugend, dass es kein Problem war." Insgesamt flossen 18 Millionen Euro in den Bau.

    Die Wende

    Die Pölser haben mehrere Anläufe unternommen, das Fernwärmeprojekt umzusetzen, gescheitert ist es immer an der Wirtschaftlichkeit. Die Wende brachte ein Gespräch mit dem Judenburger Stadtwerke-Chef Manfred Wehr. Er wollte ein Biomassewerk in Judenburg bauen. Als die Pölser fragten, ob er stattdessen in ihr Projekt einsteigen wolle, gab er zu bedenken: "Das rechnet sich nur, wenn wir weitere Partner ins Boot holen."

    Eingestiegen

    Gesagt, getan: Diese Partner waren die Bioenergie-Wärmeservice GmbH von Jakob Edler und die Kelag. Edler betreibt das Biomassewerk beim Aichfeldzentrum, das derzeit Zeltweg versorgt. Und die Kelag hat ein Gaskraftwerk in Judenburg. Beide stiegen ins Projekt ein.

    Das Werk in Zeltweg wird künftig nur noch zur Abdeckung von Spitzenlasten im Winter gebraucht. Chef Jakob Edler: "Wir verheizen in Zeltweg nun nur noch ein Zehntel der bisherigen Biomasse." Und in Judenburg wird nun mit Fernwärme statt mit Gas aus dem Kelag-Kraftwerk beim ehemaligen Sensenwerk geheizt.

    Sollte es in Pöls einen Totalausfall geben, was äußerst unwahrscheinlich ist, decken die Bioenergie Zeltweg und die Kelag den Energiebedarf.

    JOSEF FRÖHLICH

    Kommentar

    JOSEF FRÖHLICHWeitblick von JOSEF FRÖHLICH

    Daten & Fakten

    Vorteil. Ein wichtiger Vorteil der Abwärmenutzung: Das Holz wird nicht nur verbrannt, wie bei Biomasseheizwerken, sondern es wird vorher für die Zellstoffproduktion verwertet. Pöls hat daran auch höchstes Interesse, denn je mehr Holz in Heizwerken verbrannt wird, desto höher die Nachfrage, desto höher der Preis.

    Reduktion. Mit der neuen Fernwärmeleitung werden 15.000 Haushalte und etliche Großbetriebe versorgt. Das Projekt reduziert den CO2-Ausstoß um 25.000 Tonnen pro Jahr.

    Kosten: 18 Millionen Euro. Förderungen kamen vom Land Steiermark und der Kommunalkredit Public Consulting.

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