Vollgas: Debütsieg für 19-jährigen Steirer Bachler
Horror-Unfall, Operation, Comeback. Jetzt raste Klaus Bachler (19) zum ersten Sieg in der Formel 3. Dass der Murtaler jetzt auch vor der Haustüre eine Topstrecke hat, motiviert natürlich noch mehr.

Foto © kkKlaus Bachler
Die Erinnerungen an seine schlimmsten Stunden sind noch frisch: "Ich war mit Vollgas unterwegs, und beim Bremsen vor einer Kurve ist das Pedal leer durchgegangen. Durch Lenken hab ich dann versucht, die Anprallgeschwindigkeit zu verringern, was mir von 215 auf 148 km/h gelungen ist." Den folgenschweren Crash konnte Klaus Bachler aber nicht verhindern, passiert im Frühjahr 2010 bei Formel-3-Tests am Hockenheimring.
Drei gebrochene Wirbel wurden bei zwei Operationen stabilisiert, die zwei untereinanderliegenden verschraubt. Die Gefahr der Lähmung bestand nicht, eine Fortsetzung seiner jungen Karriere stand aber in den Sternen. Zwischen Reha-Sitzungen und Physiotherapie wurde die Matura an der HTL Zeltweg eingeschoben. Dann begann für den ehemaligen Kart-Champion der steinige Weg zurück, der sieben Monate später im Formel-3-Cockpit sensationell mit zwei fünften Plätzen in Oschersleben belohnt wurde.
Erster Sieg
Das vermischt sich jetzt mit den Erinnerungen an die bislang schönsten Stunden: Nach Rang drei in Spa steuerte der Unzmarkter am Samstag am Sachsenring seinen Mercedes-Dallara wieder auf den dritten Platz. Am Sonntag der Höhepunkt: Vom Start weg in Führung raste der 19-Jährige vom Team URD Rennsport vor Marco Sörensen (DEN) und Tom Blomqvist (ENG) zum Sieg! "Ich kann es irgendwie noch gar nicht glauben, schwebe auf Wolke 7. Wir haben in den letzten Wochen sehr hart gearbeitet - und heute sind wir dafür belohnt worden", jubelte Bachler. "Es wäre schon am Samstag mehr möglich gewesen, aber da wollte ich kein Risiko eingehen, nur die Punkte nach Hause bringen."
Dass der Murtaler jetzt auch vor der Haustüre eine Topstrecke hat, motiviert natürlich noch mehr: Am 13. und 14. August steigt Bachlers Heimrennen am Red Bull-Ring.









