Zeltweger Firma bietet Direktdraht zu den Bürgern
Bereits 50 Gemeinden suchen via Bürger-SMS einen neuen Direktdraht zu den Einwohnern. Zeltweger Firma "Creative Future" steht hinter dem neuen Direktdraht zu den Bürgern.

Foto © Weichselbraun/SujetViele Bürgermeister nutzen die Bürger-SMS bereits
"Morgen kommt die Müllabfuhr. Mülltonne rausstellen nicht vergessen." Ja, es gibt romantischere Nachrichten, die via SMS am Handy landen. Doch das ist ja auch nicht der Sinn des Bürger-SMS, ein Service, auf das immer mehr österreichische Bürgermeister setzen. "Vor eineinhalb Jahren sind wir gestartet, mittlerweile versorgen schon mehr als 50 Gemeinden in der Steiermark, Kärnten, Salzburg und Niederösterreich ihre Einwohner mit wichtigen Infos per SMS", sagt Burkhard Neuper aus Zeltweg, der mit seiner Firma "Creative Future" hinter dem neuen Direktdraht zu den Bürgern steht.
Ob Mülltermine, Events, Wetterwarnungen oder Stromabschaltungen: Vieles steht zwar auch in den Gemeindenachrichten, "doch wenn es so weit ist, haben es viele schon vergessen", sagt der Bürgermeister von Pirka, Andreas Grauf. Diese Erinnerungsfunktion ist nicht der einzige Grund, warum er ab kommenden Dienstag ebenfalls das Bürger-SMS in seiner Gemeinde einführt: "Wir sind eine stark wachsende Gemeinde. Deshalb wollen wir mit diesem Service unseren neuen Einwohnern das Andocken erleichtern." Auch sei er mit keinem anderen Kommunikationskanal in der Lage, in so kurzer Zeit Infos zum Ortsgeschehen so zielgerichtet und unabhängig vom Aufenthaltsort des Empfängers zu übermitteln. Dafür bezahle er als Bürgermeister einen kleinen Pauschalbetrag plus "einige Cent pro SMS und Empfänger", für die das Service kostenlos ist.
Wie funktioniert die Sache? Neuper stellt die onlinebasierte Software www.buergersms. at zur Verfügung, die Bürger können sich via Gemeinde-Homepage oder direkt auf dem Amt anmelden und erhalten dann Infos zu Themenbereichen, die zuvor ausgewählt wurden. So wird in Pirka auch die Schuldirektorin über dieses "digitale Mitteilungsheft" SMS an die Eltern schicken, sofern diese sich dafür anmelden. Ab 2011 will Neuper die Plattform auch für Vereinsmitteilungen an deren Mitglieder freigeben.








