"Umzug" für Störche am Fliegerhorst steht bevor
Jungvögel zogen bereits in den Süden, ihre "Eltern" blieben bisher wohl nur wegen des Futterangebots. Experten meinten nun nach Abzug des Nachwuchses, dass nicht mehr gewartet werden kann.

Foto © BundesheerDie Vögel im Vordergrund gefährden laut Bundesheer den Blechvogel namens Eurofighter im Hintergrund
Frösche, Schnecken und Lurche - das Futterangebot für Störche am Fliegerhorst Hinterstoisser in Zeltweg ist hervorragend, wären da nicht Abfangjäger und anderes militärisches Fluggerät. Seit Herbst 2008 hat sich ein Weißstorchenpaar auf dem Flugplatz mit seinen rund 300 Hektar Grünfläche angesiedelt und seither auch für Nachwuchs gesorgt. Während die Jungvögel laut Militärkommando Steiermark vor wenigen Tage abzogen, sind die Altvögel geblieben. Sie müssen nun abgesiedelt werden - zur Sicherheit von Mensch und Tier.
Fliegerhorst
Das Storchenpaar habe auch in diesem Jahr beschlossen, den Winter am Fliegerhorst zu bleiben und nicht mit den anderen Artgenossen in den warmen Süden zu fliegen. Das Angebot an Nahrung auf den Wiesen am Flugfeld war wohl zu verlockend, meinte Oberst Christian Fiedler am Donnerstag. Doch sie können nicht bleiben: "Ein Militärflughafen ist kein geeigneter Lebensraum für Weißstörche."
Experten meinten nun nach Abzug des Nachwuchses, dass nicht mehr gewartet werden kann, bis das alte Paar von selbst den Platz verlässt. Darum soll in der kommenden Woche eine Sitzung stattfinden, in der ein Termin zur Absiedlung beschlossen wird. Die Altvögel müssen dann lebend gefangen und in eine neue "Storchenheimat" gebracht werden, so Fiedler.








